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Eigentlich könnte man meinen, dass es heutzutage keine Tabuthemen geben sollte. Es sollte sie auch nicht geben, weil sie das Denken unnötig einschränken und zu hochgradig irrationalem Denken und Verhalten führen. Aber es gibt sie noch und die Tabuthemen häufen sich, wenn es um das großen Themengebiet Sexualität geht. Dies hat vielerlei Gründe. Zum einen haben alte Religionen häufig Geschlechtsverkehr, der nicht der Fortpflanzung dienlich ist, verteufelt. Das hat den einfachen Sinn, dass sich die Untertanen durch entsprechende Verbote eher zu "produktivem" Sex neigen und sich daher stärker vermehren sollten. Eine größere Schar an Untertanen ist zumindest in militärischer Sicht eindeutig von Vorteil. Im Laufe der Zeit hat sich die ablehnende Haltung gegenüber vielen Formen der "unproduktiven" Sexualität in den Köpfen der Menschen verfestigt. Verantwortlich für diese Verfestigung ist eben der Sigeszug antiliberaler Religionen und Spießbürgertum und der damit verbundenen Sexualmoral. Zum anderen gab es im Laufe der Geschichte immer wieder Phasen, in denen Geschlechtskrankheiten besonders schlimm gewütet haben. Diese gaben letztendlich in ihrer Folge wieder Anlass dafür, die Sexualität zu unterdrücken. Viel detailierter kann man derartige Zusammenhänge im Text Geschichte der Sexualität von Karl Pawek nachlesen, der einen etwas derben und eigenwilligen Sprachstil zu haben pflegt.
Zoophilie oder besser gesagt Zoosexualität gehört zu den Spezialformen der Sexualität, über die kaum gesprochen wird. Manche Menschen empfinden zunächst empfindlich auf das Thema Geschlechtsverkehr mit Tieren. Hauptsächlich werden negative Reaktionen darauf zurückzuführen sein, dass derartige Aktivitäten als "unnormal" und als nicht mit der aktuellen fragwürdigen Sexualmoral kompatibel gelten. Irrationale Ablehnung resultiert wohl aus Vorurteilen oder Unwissenheit. Informieren kann man sich daher unter der Domain zetapin.de in der Zoo-FAQ, wobei besonders die Seiten Pro und kontra Zoophilie sowie sonstige Fragen und Hinweise zur Zoophilie besonders aufschlussreich sind (vor dem Weiterlesen dieses Texts solltest du dir diese Seiten angesehen haben). Aber auch alle anderen Seiten des deutschen Zoorings geben einen guten Einblick in die Thematik.
Eigentlich sollte der Grundsatz gelten, dass alles was zwei empfindungsfähige Wesen zusammen machen ok ist, solange beide freiwillig mitmachen. Natürlich sollten beide dabei nicht die Rechte Dritter verletzen, aber das versteht sich von selbst. Tatsächlich wurde der Geschlechtsverkehr mit nichtmenschlichen Tieren in Deutschland 1969 legalisiert. Viele Tierschützer und -rechtler wollen aber wieder ein pauschales Verbot und bezeichnen jede Form von Geschlechtsverkehr eines Menschen mit einem nichtmenschlichen Tier als sexuellen Mißbrauch, was eine krasse Verunglimpfung von Zoophilen darstellt, die das Wohl der Tiere durchaus berücksichtigen. Nachdem ich mich wegen der Propaganda des Verbandes Menschen für Tierechte beschwert habe, wurde ich aus dem Verband ausgeschlossen, was man in meinem Blog nachlesen kann. Die Idee, sexuelle Handlungen mit Tieren verbieten zu wollen, liegt völlig auf einer Linie mit den Gesetzen, die alles verbieten sollen, was irgendwie gefährlich sein könnte, wie etwa Drogen, Rauchen oder Feuerzeuge ohne Kindersicherung. Solche Gesetze sind wirkungslos, weil sie von den schwarzen Schafen sowieso einfach umgangen werden. Gesetze sind keine Alternative zur vernünftigen Lösung gesellschaftlicher Probleme. Aber welche Probleme gibt es denn überhaupt beim Thema Tiersex?
Wie praktisch überall gibt es auch beim Tiersex Schattenseiten. Tiere können vergewaltigt, verletzt oder sogar getötet werden. Gewalttätige Formen der Sexualität sind vermutlich vor allem bei Menschen beliebt, die kein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen besitzen. Wer das Opfer ist, spielt da wohl keine Rolle, je schlechter es sich wehren kann, umso besser. In Anbetracht mangelnder vernünftigerer Alternativen, sollten sexuelle Gewalttäter weggesperrt werden, wobei es keine Rolle spielen sollte, wie alt das Opfer ist oder welcher Spezies es angehört. Während bei nichtmenschlichen Tieren Verletzungen und Tötungsdelikte einfach nachzuweisen sind, ist es schwer, eine Vergewaltigung nachzuweisen, da die Kommunikation zwischen Mensch und Tier etwas eingeschränkt ist. Sollte es einem Tier aber schlecht gehen, weil der Halter sein Tier schlecht behandelt, sollte es auf jeden Fall die Möglichkeit geben, ihm das Tier zu entziehen, egal ob nun eine sexuelle oder andersartige Mißhandlung vorliegt. In dem denkbaren Fall, dass es dem Tier gut geht, obwohl es vergewaltigt wurde, wird das Tier seine Behandlung vermutlich nicht als schwerwiegendes Problem empfinden, aus welchen Gründen auch immer. Daher wäre es unangemessen, einzugreifen außer wenn etwa ein Beweisvideo vorliegt, aus dem klar hervorgeht, dass eine Vergewaltigung vorgelegen hat. Zoophile, die niemals ein Tier vergewaltigen oder verletzen würden, wären durch derartige Regelungen geschützt, ebenso wie die allermeisten Tiere.
Oft geht die Aufforderung zu sexuellen Aktivitäten vom nichtmenschlichen Tier aus. Diese Fälle sind in aller Regel als unproblematisch einzustufen. In anderen Fällen kann man sich fragen, ob das Tier den Akt nur erduldet, weil es Angst vor möglichen Konsequenzen der Verweigerung hat. Sollte das Tier aber auf keine Weise ausdrücken, dass die Handlung ihm nicht gefällt, wird es mit ihr wohl auch kein großes Problem mit ihr haben. Will man da noch tiefer nachbohren, verliert man sich zu leicht in Spitzfindigkeiten und übersieht leicht, dass der Sex mindestens einem Teilnehmer gefällt und dem anderen nicht gravierend mißfällt. Solche Komplikationen dürften aber nicht auftreten, wenn entweder die Initative vom nichtmenschlichen Tier ausgeht oder es stets deutlich zeigt, wenn es mit irgendetwas nicht einverstanden ist. Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass es Tiere gibt, die ihre negativen Empfindungen verbergen, wieso auch immer. Dann könnte man kritisieren, dass das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Halter und Tier ausgenutzt wird. Langfristig ließe sich dieses Problem eigentlich nur sinnvoll lösen, wenn die Abhängigkeit der Tiere von Einzelpersonen aufgehoben wird. Stattdessen wäre es vorzuziehen, wenn jedes Tier eine Gruppe von Bezugspersonen hat, die es versorgen und alle einzeln für dessen Wohl verantwortlich sind.
In gewissen Kreisen herrscht dennoch die Vorstellung vor, dass ein absolutes Verbot jeder Form von Sex zwischen Mensch und Tier wünschenswert sei. Abgesehen von den faschistoiden Tendenzen, die bei einem derart undifferenzierten Gesetzesvorschlag mitschwingen, gibt es aus Sicht der Tiere noch ein weiteres Problem: De facto würden die Rechte der Tiere beschnitten, weil sie keine legale Möglichkeit mehr hätten, ihre sexuellen Bedürfnisse durch Menschen befriedigen zu lassen. Das ist insbesondere dann ein Problem, wenn ein Tier außer dem Menschen keine anderen möglichen Sexualpartner hat, was normalerweise eine eher ungünstige, aber allgegenwärtige Situation ist; aber auch wenn ein Tier Menschen als Sexualpartner tatsächlich den eigenen Artgenossen vorzieht, was zumindest durchaus möglich ist. Daher sollten Tierrechtler einsehen, dass sie eigentlich gegen ihre eigenen offiziellen Ziele handeln, wenn sie ein generelles Tiersexverbot befürworten. Aus Unwissenheit begehen sie Verrat an ihren Prinzipien, wenn sie die Anti-Zoophilie Propaganda akzeptieren.
Ein generelles Gesetz gegen Tiersex ist auf jeden Fall abzulehnen, nicht zuletzt deshalb, weil es seine höchste Effektivität darin hätte, harmlose Zoophilie und ihre Tiere zu schädigen. Inakzeptable Eingriffe in die Rechte von Individuen wirken sich natürlicherweise negativ auf den psychischen Zustand der Betroffenen aus. Ein demokratischer Rechtsstaat kann sich das eigentlich kaum erlauben, wenn er ernst genommen werden will. Aber insgesamt ist die Tiersexproblematik nur ein vergleichsweise winziger Teil im Gesamtfeld des Umgangs des Menschen mit seinen tierlichen Mitwesen. Wer tierische Produkte (vor allem Fleisch!) konsumiert, sich aber gegen Zoophilie ausspricht, sollte vernünftigerweise nicht ernst genommen werden können! Dass dies nicht so ist, zeigt nur, dass unsere heutige Gesellschaft ziemlich unvernünftig ist. Eine Gesellschaft, in der diejenigen als pervers angesehen werden, die sich eine intime Beziehung mit nichtmenschlichen Tieren wünschen, aber diejenigen als normal betrachtet, die Tiere indirekt ermorden lassen, um dann das Fleisch ihrer Leichen zu verzehren, verdient es mindestens (!) als pervers bezeichnet zu werden.
Ich bin exklusiv Zoo, d.h. ich bin zoophil und interessiere mich sexuell nicht für Menschen. Daher würde mich ein Tiersexverbot besonders hart treffen, weswegen ich es auch unbedingt verhindern will. Momentan besitze ich leider kein eigenes Tier und ich nächster Zeit sieht es auch nicht so aus, als ob ich mir das leisten könnte. Da ich mich für Pferde interessiere, wären die Kosten für mich nicht unerheblich. Abgesehen davon bin ich ziemlich anspruchsvoll, was die Form der Pferdehaltung angeht. Die Haltung in mehr oder weniger engen Boxen ist für mich nicht akzeptabel. Wenn schon, dann sollte es sich um eine Offenstallhaltung handeln.
Dieses Prinzip habe ich aber nicht immer besonders streng befolgt. Von 2006 bis 2007 war ich in zwei verschiedenen Reitschulen mit der üblichen Boxenhaltung, weil ich damals die verrückte Idee hatte, Reiten lernen zu müssen. Diese Entscheidung bereue ich inzwischen. Im Laufe der Zeit habe ich immer mehr mitempfunden, wie die Pferde unter ihrer Haltungsform und dem Umgang mit ihnen gelitten haben. Irgendwann konnte ich das emotional nicht mehr ertragen und habe einfach aufgehört. Es ist eigentlich ziemlich rücksichtslos, Pferde auszubeuten, indem sie dazu gezwungen werden, geritten zu werden. Leider sehen das die wenigsten Reiter ein. Wo Zwang im Spiel ist, da hört der Spaß für mich auf. Eigentlich hatte ich die ganze Zeit Gewissensbisse, aber ich habe zunächst mit dem Reiten weitergemacht, weil ich dachte, dass sich die Reiterei als Rechtfertigung für meinen Umgang mit Pferden anbietet und diese Fähigkeit eventuell für die Pferde, die ich vielleicht irgendwann einmal haben werde, von Vorteil sei. Dass das albern war, sehe ich inzwischen ein. Mit den Reitpferden hatte ich übrigens keine sexuellen Kontakte; irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass das ethisch nicht korrekt sei, wenn die Pferde dort so unfrei sind.
Eigentlich bin ich zoophil, seit ich denken kann. Tiere haben mich schon immer fasziniert, wenn auch nicht schon immer auf sexuelle Art und Weise. Leider haben mir meine Eltern nicht gestattet, selber ein Tier zu halten. Daher habe ich mir in Tagträumen oft gerne vorgestellt, mit Tieren zusammenzuleben oder selber ein Tier zu sein. Von daher bin ich wohl ein Furry (wenn auch kein künstlerisch begabter ;)). Mit 13 Jahren habe ich dann allmählich bemerkt, dass meine Zuneigung zu Pferden auch eine sexuelle Komponente hat. Diese Erkenntnis kam mir im Laufe der Zeit und in Verbindung mit feuchten Träumen, in denen eben Pferde vorkamen. Da mir klar war, dass das keine besonders gesellschaftlich akzeptierte Neigung war, habe ich die meiste Zeit einfach gehofft, dass diese "Phase" vorbeigehen und ich irgendwann wie jeder andere auch auf Frauen - oder zumindest auf Männer zu stehen. Aber daraus wurde eben nichts. Als ich 17 oder so war, habe ich dann über das Internet erfahren, wie diese Neigung heißt. Mir hat die Existenz der Zoo-Community geholfen, langsam mit mir ins Reine zu kommen. Nach langer Zeit wurde mir dann klar, dass es keinen Sinn hat, zu hoffen, dass sich meine sexuelle Orientierung irgendwie ändern würde und dass es eigentlich auch ganz ok ist, Zoo zu sein. Als wirkliches Problem habe ich eigentlich meistens nur die gesellschaftliche Inakzeptanz empfunden.
Nach meiner Erkenntnis wohl nun wirklich Zoo zu sein, wollte ich irgendwann auch "Erfahrung" sammeln. Dabei habe ich auf die unrühmliche Methode des Fencehoppings zurückgegriffen, habe also Nachts diverse Pferdekoppeln in der Nähe besucht, insgesamt etwa zwei Dutzend mal. Neben ausgiebigem Streicheln ist da aber nich besonders viel gelaufen. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich mich unter Pferden sehr viel wohler fühle als unter Menschen. Inzwischen sehe ich natürlich ein, dass das Fencehopping den Pferdehaltern gegenüber nicht wirklich fair war. Lange Zeit habe ich einfach den Faktor ignoriert, dass sich Pferdehalter große Sorgen machen könnten, wenn die eigene Anwesenheit doch irgendwie erahnt wird, weil man Spuren hinterlassen hat oder sowas. Letztendlich habe ich deswegen auch mit dem Fencehopping aufgehört und habe mich nach einer ehrlicheren Variante umgesehen, in Kontakt mit Pferden zu kommen. Dadurch bin ich dann zur Reiterei gekommen, obwohl ich mich mein ganzes bisheriges Leben nicht getraut habe, mit dem Reiten anzufangen, weil ich Angst hatte, dass ich als Zoo enttarnt werden würde oder so. Aber sowohl das Fencehopping als auch das Reiten bereue ich. Letzteres mag zwar legaler sein, aber es ist für die Pferde nicht wirklich besser.
Nunja, ich will einfach mit Pferden zusammenleben und denen soll es richtig gut gehen. Daher versuche ich, eine möglichst optimale Pferdehaltung zu erreichen. Vielleicht ist es ja möglich, für die Pferde eine Haltungsform zu gewährleisten, die so ansprechend ist wie das Leben in freier Wildbahn, das ein Maximum an Freiheit bietet. Mir schwebt da eine Offenstallhaltung mit sehr ausgedehnten Weideflächen vor. Damit sich die Pferde nicht langweilen, muss natürlich ein Unterhaltungsprogramm her, das aber ohne Zwang auskommen soll. Zum Beispiel könnten die Pferde Kunststückchen lernen, wenn sie wollen. Selbst das Reiten wäre eine Option, aber nur, wenn die Pferde da wirklich nichts dagegen haben. Die Stuten sollten frei mit einem Hengst zusammen sein, der sie beglücken kann. Sollte Nachwuchs unerwünscht sein, könnte der Hengst sterilisiert (nicht kastriert!) werden, sofern es keine anderen geeigneten Verhütungsmittel gibt. Natürlich kann ich so ein Projekt nicht alleine betreiben und ich weiß auch gar nicht, ob das gut gehen würde. Aber zum Wohle der Pferde werde ich es darauf ankommen lassen müssen. Alles andere wäre für mich keine besonders befriedigende Lösung, da ich inzwischen doch recht anspruchsvoll bin. Es wäre für mich ideal, wenn sich andere Zoos für so ein Projekt begeistern könnten, aber auch Menschen, die Zoos gegenüber freundlich gesinnt sind, können da natürlich mitmachen. Aber natürlich braucht es auch viel Geld für einen derartigen Pferdehof. Vielleicht sollte ich erst einmal Millionär werden ;) Feedback zu meiner Idee ist natürlich immer erwünscht.