FREIDENKER-WARNUNGWenn du dich nicht mit extrem unkonventionellen Ansichten auseinanderseten willst, dann verlasse diese Seite sofort. Andernfalls droht dir die Gefahr, dass du dich psychischem Stress aussetzt und dein Weltbild zusammenbricht. Wenn du dir die Texte auf dieser Website durchliest, nimmst du das Risiko in Kauf zum Nachdenken gebracht zu werden. Bei Menschen, die dies nicht gewohnt sind, kann dies zu schweren unwillkürlichen psychischen Abwehrreaktionen führen. Zur oberflächlichen Symptombehandlung reichen im Normalfall aber Verdrängung, Antidepressiva und Psychotherapie völlig aus. |
Was? Dank Life Quest ist in meinem Leben keine ewige Glückseligkeit eingekehrt? Ich fürchte nein. Ein altes Gefühl hat mich wieder gepackt, das Gefühl der Einsamkeit. Es tritt zusammen auf mit dem Gefühl der Unverstandenheit und dem Eindruck, dass sich niemand wirklich dafür interessiert, was ich zu sagen habe oder gar was ich fühle oder auch nur für das, was mich selber interessiert. Wahrscheinlich bin ich zu weit out of space. Am ehesten kann ich mich noch mit ein paar großen alten Philosophen anfreunden, aber die sind dummerweise schon längst tot.
Tot. Ich spüre kein Leben. Bei mir selbst schon, aber nicht bei anderen. Es kommt mir vor, als ob sie nicht richtig lebendig wären und wir deswegen nicht zueinander passen würden. Während ich brennen will, spüre ich von anderen nur Kälte. Ich bin isoliert. Ein einzelnes Wesen auf einem Gipfel, zu dem niemand aufschaut. Ein Wesen, das fliegen und schweben will. Ein Wesen, das mit der Welt und dem Leben verschmelzen will. Ein Wesen, das die Welt verändern will, aber dennoch zu nichts von alledem im Stande ist, weil es völlig allein und auf sich gestellt ist. Ich fühle mich so alleine, dass ich es kaum noch wage, mich zu öffnen und meine Gedanken und Gefühle preiszugeben. ich würde sowieso nicht verstanden werden. Und niemanden würde es interessieren.
Also bleibe ich allein auf meinem Gipfel, friere und verfalle in Depressionen. Ich bin unfähig mich mit den Tälern zufrieden zugeben, denn ich strebe nach Höherem. Das ist mein Fluch, denn die anderen tun es nicht und versammeln sich am in ihren Tälern und spielen ihre sinnlosen Spielchen. Würde ich zu ihnen hinabsteigen, würde ich spüren, dass ich meinen Gipfel verrate. Wäre das schlimm? Ja, denn mein Herz hängt an ihm. Ich komme von hier nicht fort ohne innerlich zu sterben. Die Aussicht hier ist phänomenal, aber was nützt es, wenn ich das anderen verrate. Sie würden mir sowieso nicht glauben. Hier ist das Leben. Dort unten wimmelt alles nur von der Kultur des Todes. Das Leben ist einsam. Es friert und will nicht zugrundegehen. Es ist schwach, aber es hat Hoffnung. Wieder. Noch.
Kommt endlich her und seht der Sonne ins Angesicht, denn von dort unten seht ihr sie nicht!
P.S.: Was, wenn ich die Lösung aller Probleme kennen, aber sich niemand dafür interessieren würde? Ironie des Schicksals. Vielleicht muss man mit so etwas leben.
Mein zentrales Anliegen besteht darin, die Welt zu verbessern. Dass das drigend notwendig ist, sieht man leider daran, dass verdammt viele Menschen an der Schlechtheit der Welt zugrundegehen. Oft habe ich mich mit dem Schicksal konfrontiert gesehen, selber zugrundezugehen. Meine Gipfeleinsamkeit ist eine extrem unangenehme und zur Verzweiflung treibende Erfahrung. Hin und wieder habe ich genug Motivation, um ein bisschen die Aussicht von meinem Gipfel zu schildern. Jedoch steht meiner Motivation das große Desinteresse an diesen Schilderungen so massiv im Wege, dass ich es nicht wirklich gänzlich vermag, meine Aussichten vollständig in Worte zu fassen. Zu sehr sitzt tief in mir drin das Gefühl, von Anderen niemals wirklich Ernst genommen zu werden. Vermutlich ist es dieses Gefühl, das mein Herz und meinen Verstand so sehr lähmt wie nichts anderes und das auch noch mit einer irrational hohen Intensität.
Meine Hoffnung auf das erhört werden liegt im Sterben und ich fühle, dass ich kaum etwas dagegen unternehmen kann. Dennoch will ich weitermachen, denn ein Leben ohne solche Bestrebungen käme mir sinnentleert vor. Ohne mein Abenteuer der Verbesserung der Welt kann mein Leben keine Erfüllung erreichen. Also muss ich weitermachen. Aber wie? Mir schwebt ein Weg vor Augen, mit dem meine Motivation nicht mehr so sehr vom Feedback anderer abhängen könnte. Ich tue alles nur für dieses Individuum selbst, für die Klarheit meiner Gedanken. Wenn ich alle meine Vorstellungen aufschreibe, zwinge ich mich, sie zu präzisieren und zu konkretisieren. Dadurch erhalten sie mehr Schärfe, mehr Kontrast und mehr Lebendigkeit. Meine Schreiberei wird dadurch zu einem Hobby, das mir hilft, meinen Geist und meinen Willen zu stärken. In einer Gesellschaft, die mich dazu verdammt, einsam auf meinem Gipfel zu verharren, weil sich niemand auf mich zu bewegen will, habe ich jede Motivation nötig, die mir dabei hilft, nicht zu stürzen.
Für mich herrscht Flaute. Ohne Wind oder Gegenwind kann ich nicht segeln. Daher muss ich mein Boot aus eigener Kraft weiterbewegen. Habe ich Paddel? Habe ich einen Bordmotor? Das muss ich herausfinden...
Ich fühle mich aktuell akut überfordert. Ich weiß nicht, was ich mit meinem Leben anfangen soll. Zunächst sollte ich vielleicht kurz festhalten, was ich überhaupt bin:
Sprich: Ich bin ein Mensch, der am Anfang des 21. Jahrhunderts auf dem schönen Planeten Erde hoffnungslos fehlplaziert ist.
Mal rein hypothetisch, welche Optionen stehen mir offen?
Offenbar sind die meisten Optionen ziemlicher Müll, und da ich sowieso überfordert bin, werde ich mich auf das [b]Wesentliche[/b] beschränken:
Und das war's auch schon...
So ein Krampf, aber in dieser armseligen Welt bleibt mir nichts anderes übrig. Ich wünschte, es gäbe ein Soziotop, das es mir ermöglichen würde, mich frei zu entfalten, und mir gleichzeitig eine vernünftige Orientierung in meinem Leben geben könnte. Aber so etwas gibt es nicht, weil die Menschen allesamt völlig inkompetent und mit der Existenz überfordert sind! (wenn ich Unrecht hätte, sähe die Welt sehr viel besser aus!)
Es ist übrigens völlig unnatürlich für mich, mehrere Dinge gleichzeitg zu tun, denn dann werde ich völlig unproduktiv. Durch zu viele Entscheidungsoptionen fühle ich mich schnell überfordert (und mies wie heute).
Lange Rede, kurzer Sinn: Vor und während des Verfassens dieses Beitrages habe ich mich dazu entschlossen, alles Entbehrliche wegzuschneiden und mich auf das für mich wirklich Essenzielle zu konzentieren. Meine Forenaktivität wird sich in Zukunft fast ausschließlich auf das Ethik Board und De:Trans konzentrieren. Die Vorlesung über partielle Differentialgleichungen werde ich kicken, obwohl sie vielleicht für mein Nebenfach Physik nützlich wäre, aber ein "vielleicht " reicht mir eben nicht mehr. Irgendwie fände ich es geil, wenn Plateau oder Unity zu etwas wirklich konkretem führen würden, aber eigentlich ist das nicht meine persönliche Baustelle. Die GBS kommt ohnehin wunderbar ohne mich zurecht, und Attac, Greenpeace und WWF sowieso. Und ein wirklich überzeugender Tierrechtsaktivist wäre ich vermutlich auch nicht.
Ich habe nichts gegen euch, aber meine Situation ist doof! Bitte habt Verständnis dafür. Gehabt euch wohl!
Mögen die Zukünfte uns erheben!