Blog Archiv: Die Welt ist schlecht März 2008

FREIDENKER-WARNUNG

Wenn du dich nicht mit extrem unkonventionellen Ansichten auseinanderseten willst, dann verlasse diese Seite sofort. Andernfalls droht dir die Gefahr, dass du dich psychischem Stress aussetzt und dein Weltbild zusammenbricht. Wenn du dir die Texte auf dieser Website durchliest, nimmst du das Risiko in Kauf zum Nachdenken gebracht zu werden. Bei Menschen, die dies nicht gewohnt sind, kann dies zu schweren unwillkürlichen psychischen Abwehrreaktionen führen. Zur oberflächlichen Symptombehandlung reichen im Normalfall aber Verdrängung, Antidepressiva und Psychotherapie völlig aus.

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2.3.2008 (Sonntag): Kritikunfähige Tierrechtler

Am 19.2 habe ich in meinem Blog unter dem Titel Vorlesungsfreie Zeit und Zoophilie erwähnt, dass von den Menschen für Tierrechte eine Stellungnahme bezüglich sexueller Kontakte zwischen Mensch und Tier vorliegt, in der eben solche generell als Missbrauch dargestellt werden.

Ich konnte nicht akzeptieren, dass das einfach so stehen bleibt, deswegen habe ich folgende E-Mail mit dem Titel "Kritik zu einer Stellungnahme" geschrieben:

Sehr geehrte Mitarbeiter der Online Redaktion,
seit Anfang dieses Jahres bin ich Vereinsmitglied bei den Menschen für Tierrechte, weil mich das Vereinskonzept durchaus überzeugt und ich der Meinung bin, dass der Verein wirklich sinnvolle Arbeit leistet. Vor einigen Tagen bin ich aber auf eine Stellungnahme gestoßen, die mich etwas erschüttert hat. Es handelt sich dabei um die Stellungnahme "Sexueller Missbrauch - verschwiegenes Tierleid" (siehe http://www.tierrechte.de/p200080004040x1002.html). Im Folgenden gehe ich im Einzelnen auf diesen Text ein:

Tiere sind empfindungsfähige Lebewesen. Sie haben das Recht auf Würde, Leben, körperliche Unversehrtheit, Gleichbehandlung und Freiheit. Die Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner treten dafür ein, diese Rechte allgemeingültig zur Geltung zu bringen.

De facto ist es leider so, dass nichtmenschliche Tiere solche Rechte eben noch nicht haben. Es wäre korrekter zu schreiben, dass sie diese Rechte verdienen. Aus naturrechtlicher Sicht kann man natürlich behaupten, die Tiere hätten diese Rechte an sich schon, aber sie seien noch nicht anerkannt. Ich persönlich empfinde die Idee des Naturrechts als philosophisch unzulänglich und bevorzuge hingegen eine eher utilitaristische Position, aber das ist hier eigentlich nur nebensächlich. Abgesehen von solchen philosophischen Details stimme ich diesem Absatz im Wesentlichen zu. Aus meiner Sicht wäre hier noch das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung zu ergänzen.

Sexuelle Handlungen des Menschen an Tieren stellen einen schweren Missbrauch dar. Das Tier wird dabei zum Objekt, dessen man sich bedient, um die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Auch wenn dem Tier dabei nicht in jedem Fall nachweisbar Schmerzen, Leiden, Schäden oder Angst zugefügt werden, so handelt es sich um eine Missachtung der Würde und der Selbstbestimmung unserer Mitgeschöpfe, für die wir Verantwortung tragen und die der Situation hilf- und schutzlos ausgeliefert sind.

Der erste Satz ist offensichtlich eine völlig überzogene Pauschalisierung und schlichtweg falsch. Die Aussage des zweiten Satzes gilt natürlich auch für einvernehmlichen Geschlechtsverkehr zwischen zwei erwachsenen Menschen und ist von daher belanglos, da nicht der Aspekt der möglichen Reduktion des Geschlechtspartners auf die alleinige Funktion der eigenen sexuellen Befriedigung hervorgehoben wird. Ich widerspreche der Aussage, dass sexuelle Handlungen mit nichtmenschlichen Tieren deren Würde und Selbstbestimmung in jedem Fall verletzen. Zumindest in dem Fall, dass vom nichtmenschlichen Tier selber die Initiative zur sexuellen Handlung ausgeht, kann die Selbstbestimmung gar nicht verletzt werden. Man könnte ja zynisch sein und behaupten, dass Sex mit dem destruktiven Tier Homo Sapiens auf jeden Fall unwürdig ist, aber das wäre natürlich in keinem Falle eine sinnvolle Grundlage. Eine Verletzung der tierlichen Würde liegt logischerweise nur dann vor, wenn das Tier zu etwas gezwungen wird, das es nicht will. Leider unterschlägt die vorliegende Stellungnahme die Existenz sexueller Kontakte zwischen verschiedenen Spezies, die in beidseitigem Interesse liegen. Dieser Mangel ist aus meiner Sicht völlig inakzeptabel, da damit insbesondere die Menschen dirkreditiert werden, welche die Würde des Tieres so sehr schätzen, dass sie sich auf wirklich rücksichtsvolle Weise auf sexuelle Kontakte mit nichtmenschlichen Tieren einlassen! Solche Menschen bezeichnen sich selber als zoophil und gehen auf die Bedürfnisse der Tiere wirklich ein, statt sie zu verdrängen. Deren Liebe zu Tieren unterscheidet sich im Prinzip nicht von der Liebe "normaler" Menschen zu ihren Lebenspartnern.

Dass der sexuelle Missbrauch von Tieren nicht verboten ist und erst dann bestraft wird, wenn dem Tier erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden, ist ein unhaltbarer Zustand, der dringend der Änderung bedarf. Das Tierschutzgesetz muss dahingehend ergänzt werden, dass jegliche sexuelle Handlungen an Tieren zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse unter Strafe gestellt werden.

Offenbar ist die heutige Rechtslage durchaus nicht allzu restriktiv, was sexuelle Handlungen an Tieren anbelangt, aber ein generelles Verbot aller derartigen Handlungen ist meiner Meinung nach kontraproduktiv. Auch nichtmenschliche Tiere haben sexuelle Bedürfnisse. Dabei ist es durchaus so, dass ein Tier einen Menschen als Sexualpartner bevorzugen kann - aus welchen Gründen auch immer. Ein generelles Verbot von sexuellen Handlungen zwischen Mensch und nichtmenschlichen Tieren würde die faktische rechtliche Situation beider Parteien verschlechtern! Das kann nicht im Interesse von Tierrechtlern sein. Möglicherweise könnte man ja argumentieren, dass ein generelles Verbot auch die Fälle erfasst, bei denen ein Tier vergewaltigt wurde, wo aber kein Verstoß gegen den Willen des Tieres nachweisbar ist. In diesem Falle würde man aber vom Prinzip "in dubio pro reo" abweichen, was mit der heutigen Rechtspraxis nicht vereinbart werden kann. Es wäre eine große Ungerechtigkeit, wenn durch eine maximal prohibitive rechtliche Regelung sich auch diejenigen Personen schuldig machen, die bei speziesübergreifenden sexuellen Handlungen vor allem das Wohl des nichtmenschlichen Tieres im Auge haben.

Eine vernünftige gesetzliche Regelung würde alle sexuellen Handlungen mit Tieren unter Strafe stellen, die gegen deren Willen sind. Sicherlich ist das ein Kriterium, das in der Praxis nicht besonders einfach zu überprüfen ist, aber jedes Gesetz, das von diesem Grundprinzip abweicht, muss zwangsläufig zu Ungerechtigkeit führen. Im Blick auf die Zukunft wäre eine solche Richtlinie ein erster Schritt in die Richtung, alle Handlungen, die gegen den Willen von Tieren sind und nicht derem Wohl dienen, für unrechtmäßig zu erklären.

Die Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner begrüßen ausdrücklich, dass die Menschen für Tierrechte - Tierversuchsgegner Saar e.V. dieses verschwiegene Tierleid nicht länger hinnehmen wollen und auf ihrer Website ausführliche Informationen zu dem bislang tabuisierten Thema zur Verfügung stellen. Wenn die Fakten und Hintergründe bekannt sind und sich engagierte Menschen für die Rechte der Tiere einsetzen, wird es gelingen, dieses dunkle Kapitel des Missbrauchs von Tieren durch Menschen zu beenden.

Es stimmt zwar, dass der e.V. Tierversuchsgegner Saar über dieses tabuisierte Thema informiert, jedoch sind die entsprechenden Darstellungen leider recht einseitig und undifferenziert. Mir erscheint die Vorgehensweise dieser Tierversuchsgegner als zu populistisch und voreingenommen. Aus meiner Sicht würde es dem Image der Menschen für Tierrechte eher gut tun, wenn sie sich als unvoreingenommen und objektiv darstellen und sich bezüglich der "Tiersexpolitik" von den Tierversuchsgegnern Saar distanzieren würden. Auf http://www.vermeintliches-tierleid-online.de/ lassen sich übrigens Gegendarstellungen zu den Inhalten der Website http://www.verschwiegenes-tierleid-online.de/ finden, welche von den Tierversuchsgegnern Saar betrieben wird.

Ebenso wie dem Anfang der Stellungnahme, kann ich auch dem Schlusswort zustimmen. Es ist vor allem die Aufklärungsarbeit, die es bewerkstelligen kann, dass der Missbrauch von Tieren stetig reduziert wird und schließlich der Vergangenheit angehören wird. Dieses Ziel wird man aber durch undifferenzierte Gesetze nicht erreichen können. Vielmehr muss sich das Bewusstsein der Bevölkerung dahin gehend ändern, dass jede Form von Rücksichtslosigkeit Tieren gegenüber nicht mehr toleriert wird. Bis dahin mag es ein weiter Weg sein, aber mit den richtigen Schritten kann dieses Ziel erreicht werden.

Ich bitte Sie hiermit darum, meine Kritik zu beherzigen und sich differenzierter mit der Thematik auseinanderzusetzen, um die Stellungnahme anschließend zu revidieren. Mir selber fiel es auch nicht leicht, zu diesem Thema eine sinnvolle Position einzunehmen, weil es doch ziemlich schwierig ist. Aber von Zeit zu Zeit lohnt es sich eben, seine Gedanken neu zu sortieren.

Hiermit weise ich im Übrigen darauf hin, dass ich zwar selber zoophil bin, aber keine Zoophilengruppe vertrete. Ich stehe hier lediglich für meine eigene Überzeugung ein.

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Hrenka

P.S.: Peter Singer hat zu diesem Thema vor einiger Zeit auch schon etwas geschrieben: http://www.nerve.com/Opinions/Singer/heavyPetting/

Als Antwort habe ich dieses nichtssagende "Wir wollen nichts mehr mit dir zu tun haben" Statement per Brief bekommen:

Sehr geehrter Herr Hrenka,
Ihren Online-Antrag auf Fördermitgliedschaft nehmen wir nicht an. Da wir mit Bezug auf Ihre E-Mail-Korrespondenz nicht die Grundlage für eine Mitgliedschaft Ihrerseits sehen. Den eingezogenen Beitrag in Höhe von 60 Euro haben wir mit heutigem Datum auf Ihr Konto zurück überwiesen. Ihre Daten wurden aus unserer Datenbank gelöscht. Eine weitere Korrespondenz findet nicht statt. Mit freundlichen Grüßen

Kurt Simons
MENSCHEN FÜR TIERRECHTE - BUNDESVERBAND DER TIERVERSUCHSGEGNER e.V.

Das war alles. Diskutieren will man mit Kritikern wohl nicht. Was denen an meiner E-Mail nicht gepasst hat, lässt sich aus der Antwort nicht wirklich entnehmen. Wahrscheinlich sind folgende Punkte:

  1. Ich bin Zoophil und der Verein will nichts mit Zoophilen zu tun haben oder sich gar vernünftig mit dem Thema auseinandersetzen.
  2. Ich habe die Stellungnahme des Vereins kritisiert. Insbesondere habe ich an den Tierversuchsgegnern Saar Kritik geübt. Kritiker wirft man lieber raus, als ihnen sachlich zu antworten.
  3. Die Vorstellung, dass Tiere a priori Rechte haben, habe ich abgelehnt und erwähnt, dass ich einer utilitaristischen Position nahe stehe. Möglicherweise reagiert der Verein allergisch auf heiße Eisen wie Peter Singer. Es könnte sein, dass der Verein keine Leute haben will, die nicht von einer Naturrechts Ideologie, die auch Tierrechte postuliert, überzeugt sind.
  4. Vielleicht will sich der Verein durch eine derartige Antwort auch ein unseriöses Image verleihen, das vernünftige Tierrechtler wie mich davon abschrecken soll, beizutreten. Mit vernünftigen Inhalten lässt sich ja nicht so schön populistischer Lobbyismus betreiben...

    Kritikunfähigkeit ist aus meiner Sicht neben Autoritarismus und Gewalt einer der radikalen Missstände aus denen die meisten gesellschaftlichen Probleme erwachsen. Es ist zutiefst bedauerlich, dass die "Menschen für Tierrechte" ein derartig kritikresistentes Verhalten an den Tag legen. Ich muss mich wohl für's erste nach einem seriöseren Tierrechtsverein umschauen.

    3.3.2008 (Montag): Negatives Denken

    Kommen wir jetzt mal zu etwas nützlichem: Einem Exkurs über eine seltsame Motivationstechnik namens "negatives Denken".

    Da Positives Denken sowieso nur pseudopsychologischer Nonsens ist, der nicht funktioniert, braucht Mensch eine alternative Technik. Kein Problem, sage ich. Es gibt eine Motivationstechnik, die wirklich funktioniert und das ist Negatives Denken! Und das ist ganz einfach: Man geht immer vom Schlimmsten aus (und freut sich dann danach - meistens - dass es nicht eingetreten ist).

    Wie habe ich mich dazu motiviert, am Donnerstag mit Tae-Kown-Do anzufangen? Natürlich wollte ich das machen. Das ist ja die Grundvoraussetzung, dass negatives Denken funktioniert. Aber die Absicht alleine reicht nicht aus, denn weiterhin muss auch die Motvation vorhanden sein. Also habe ich mir eingeredet, dass ich mich dort blamieren, mir alle Knochen brechen und dass sowieso alles schief gehen würde. Das hat funktioniert. Danach war ich hoch motiviert!

    Genauso habe ich es fertiggebracht meine Kritik an die Menschen für Tierrechte e.V. zu schreiben: Ich bin tatsächlich davon ausgegangen, dass ich rausgeschmissen werde, die Polizei mich verhaftet oder dass eine Schlägertruppe mich zusammenschlägt oder gar ermordet. Danach hat es richtig Spaß gemacht, meine Mail zu verschicken.

    Offenbar ist es total uneinleuchtend, dass eine derartige Motivationstechnik funktionieren soll. Wichtiger ist, dass sie funktioniert. Zumindest bei mir. Über die Frage, watum negatives Denken funktioniert, kann ich ja ein bisschen spekulieren, aber ich muss sagen, dass mir das ganze immernoch ein sehr großes Rätsel ist.

    Also gut, was dem negativen Denken zugrundeliegt, ist eine negative Erwartungshaltung aufzubauen. Dabei kann diese auch so überzogen sein, dass sie ans Absurde grenzt (wahrscheinlich hilft dieser Aspekt). Im Kontext dieses negativen Erwartungshorizonts erscheinen alle nicht dramatisch negativen Resultate als positiv. Dadurch wird es auch schon zum Erfolgserlebnis, dass man den heutigen Tag überlebt hat. Natürlich steigert das die Zufriedenheit, nachdem man die Handlung nicht katastrophal unerfolgreich ausgeführt hat, zu der man sich motivieren wollte.

    Andererseits ist es natürlich stets in einer distanzierten philosophischen Betrachtungsweise interessant wenn etwas schief geht. Würde alles auf Anhieb klappen, wäre das Leben ziemlich schnell ziemlich langweilig und öde. Vielleicht funktioniert das negative Denken bei mir auch nur, weil ich irgendwie Lust auf das Absurde und Chaotische habe (obwohl mir das Logische und Wohlgeordnete meist mehr zusagt).

    Anonsten habe ich keine Ahnung. Mich interessiert der genaue Funktionsmechanismus schon, aber für's erste bin ich damit zufrieden, dass ich eine wirkungsvolle Motivationstechnik zur Hand habe.

    Du kannst das negative Denken ausprobieren, wenn du willst. Aber ich gebe keine Gewähr für irgendwas. Wenn dir dabei etwas schlimmes passiert, bin ich nicht dafür verantwortlich zu machen! Viel Spaß!

    4.3.2008 (Dienstag): Profilneurose

    Gewisse Mitglieder des Plateaus werfen mir ja gerne vor, ich hätte eine Profilneurose. Tss... Pfft. Naja, eigentlich bin ich nur auf dem Egotrip. Und das schon seit Jahren. Und das ist gut so! Angefangen hat das wohl mit meiner Gipfelerfahrung. Oder besser gesagt danach, als ich dachte, dass meine tolle Philosophie der Vielfalt die Lösung aller Probleme wäre. Ach wie herrlich verblendet man doch sein kann.

    Und dann deckt ein Freund von mir einen gravierenden Denkfehler in meinem Elfenbeinturm auf und er bricht in sich zusammen... ganz unspektakulär. Dafür sind Freunde gut.

    Aber auf dem Egotrip bin ich eigentlich immernoch. Und das mit voller Absicht! Würde ich nicht glauben, ich hätte es voll drauf, wäre ich wohl überhaupt nicht motiviert etwas Sinnvolles zu tun... zumindest habe ich mir das so überlegt. Bis jetzt. Gerade fällt mir auf, was für ein Schwachsinn das ist. Denn das passt gar nicht mit meiner Theorie des negativen Denkens zusammen. Ich sollte wohl lieber denken, ich bin total schlecht und habe gar nichts drauf. Dadurch könnte ich mich wohl eher zu etwas motivieren. Verdammt. Ich habe Jahre lang auf's falsche Pferd gesetzt. Schwamm drüber. Fehler sind dazu da, dass man aus ihnen lernt.

    Na dann probier ich's mal mit dem Ego-anti-trip...

    euer Metafire... der schlechteste aller Freidenker ;)

    7.3.2008 (Freitag): Über die psychologischen Wurzeln des Guten und Schlechten

    Ich habe mal wieder das Bedürfnis, mich mitteilen zu müssen. Vor allem, weil ich mich von vielen deutlich mißverstanden fühle. Was viele verstehen, ist ihr eigenes Bild von mir, aber nicht mich selbst. Dazu habe ich auch eine vergleichbare Stelle aus Goethes Faust (Der Tragödie Erster Teil) herausgekramt:

    "Du gleichst dem Geist den du begreifst, Nicht mir!"

    Die meiste Kritik geht irgendwie an mir vorbei, weil sie mich nicht wirklich anspricht. Vor allem versteht kaum jemand, worum es mir eigentlich geht. Noch schlimmer: Ich selber weiß meist kaum, worum es mir eigentlich geht. Aber worum es mir geht, ist für mich ja das eigentlich Wichtigste. Deswegen sortiere ich hier öffentlich einsehbar meine Gedanken.

    Zunächst also hier eine kurze Darstellung der Wurzeln allen Übels. Ironischerweise sind diese auch gleichzeitig die Wurzeln alles Guten. Ein Tor ist also, wer diese Wurzeln als seine Feinde ansieht.

    Für mich sind diese Wurzeln psychologischer Natur. Der Mensch hat Bedürfnisse, um die sich alles dreht, aber das ist klar. Über diese Bedürfnisse will ich hier nicht philosophieren. Viel interessanter halte ich dagegen gewisse psychische Dispositionen, die dramatische Auswirkungen haben. Los geht's:

    1. Faulheit: Ohne Grund wird der Mensch nicht arbeiten, nicht denken, keinen Sport treiben, keinen Finger krumm machen und dagegen ist auch gar nichts einzuwenden! Jede derartige Beschäftigung kostet nämlich Energie. Hätten wir keine innere Bremse würden wir mit irgendetwas anfangen - egal wie idiotisch diese Handlung auch sein mag - und unter Umständen nie mehr damit aufhören. Nichts würde jemals hinterfragt werden, alles liegt im derzeitigen Zustand, der bis in alle Ewigkeit aufrecht erhalten werden müsste. Ohne Faulheit könnten wir alles machen, egal wie sinnlos das wäre. Aber selbst wenn wir sinnvoll handeln würden: unsere Hirne und Körper würden durch ununterbrochene Beanspruchung total überlastet werden. Möglicherweise gab es im Laufe der Evolution Individuen, die derart aufgedreht waren. Es fällt nich schwer, sich vorzustellen, wie diese von der erbarmungslosen Natur wegselektiert wurden. Deswegen sind heutzutage praktisch alle Tiere auf diesem Planeten faul. Ja, praktisch alle und nicht nur diejenigen Individuen, die als "Couch potatoes" verschrieen sind!

    Leider führt Faulheit zur Blödheit. Man könnte sich über irgend etwas Gedanken machen, aber man lässt es lieber sein und folgt der erst besten Eingebung, wie man etwas zu tun hat. Solche "Eingebungen" kommen nicht zuletzt aus dem Fernseher, den Zeitungen oder sonstigen gesellschaftlichen Quellen, die eigentlich hinterfragt werden sollten. Gut, würde jeder alles hinterfragen, kämen wir aus dem Reflektieren gar nicht mehr heraus. Aber ein paar Hirnzellen eigenständig zu aktivieren, würde manch einem sicherlich manchmal gut tun - und wenn es nur die Hirnzellen sind, die dafür sorgen, dass man denkt: "Das glaube ich nicht."

    Mit der Faulheit ist es wie mit fast allem: Zu viel ist offensichtlich schlecht, aber zu wenig ist leider ebenfalls sehr schlecht. Wo die goldene Mitte liegt, ist leider eine Frage, die höchst schwierig zu beantworten ist. Am besten sollte man dazu eine eigene Wissenschaft erfinden: Faulheitstheorie. Allein schon die Klischees, die sich über diese Forschungsrichtung herausbilden würden, wären es wert, sie zu gründen.

    2. Feigheit: könnte man als Schwester der Faulheit bezeichnen, denn wo die eine ist, ist die andere nicht weit entfernt. Während die Faulheit vor Überlastung durch Arbeitswut schützt, bewahrt uns die Feigheit vor so manchen Gefahren, die wir in der ach so bösen und gefährlichen Welt vermuten. Feigheit könnte man als Neigung zur Angst oder Ängstlichkeit bezeichnen. Als solche wäre sie keine Emotion an sich, sondern eher die Anfälligkeit für jene. Genau so wie bei der Faulheit kann man sich beliebig viele evolutionäre Szenarien vorstellen, in denen es offensichtlich wird, dass ein völliger Mangel an Feigheit desastöse Auswirkungen hat. Deswegen liegen praktisch alle heutigen Tiere irgendwo zwischen dem berüchtigen Angsthasen und dem bekannten Waschlappen.

    "Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen NEIN." (Kurt Tucholsky)

    Klar, die Feigheit hält die meisten davon ab, genau das zu tun. Generell erwidert die Gesellschaft Widerspruch nicht gerade mit Wohlwollen. Vielleicht wäre es besser, wenn es nicht so wäre, aber der normale Mensch versteht zumindest, dass es sich noch so verhält; der außergewöhnliche Mensch ignoriert es einfach.

    Während ein hohes Maß an Feigheit vor mancher Unannehmlichkeit schützt, bewahrt es einen auch davor, sich durch eingehen hoher Risiken große Gewinne zu beschaffen. Analog zur Faulheitstheorie müsste man auch eine Feigheitstheorie entwickeln. Aber Ansätze in diese Richtung gibt es ja schon: Spieltheorie und Risikomanagement zum Beispiel. Vielleicht kann man es sich ja ausrechnen, wie feige man sich verhalten sollte, aber wer tut schon sowas?

    Das wär's erst einmal für heute (für mehr bin ich zu faul). Als nächstes folgen in der Reihe: Egoismus und Empathie. Danach kümmere ich mich um wirkliche Probleme: Das Übermaß an Gewalt, Autoritarismus und Kritikinakzeptanz.

    14.3.2008 (Freitag): Die Gesellschaft bekommt nichts gebacken!

    Ja, die Welt ist schlecht. Also jetzt wirklich. Ich muss mich mal wieder über die Gesellschaft auslassen. Es macht keinen Sinn, die Schuld an irgendwelchen miesen Verhältnissen auf irgendwelche bestimmte Gruppen zu schieben. Politiker, Manager, Aktionäre, Terroristen, Ausländer und Arbeitslose sind alle nicht verantwortlich zu machen für die Probleme, über die gejammert werden kann. Es ist und bleibt die ganze Gesellschaft, die es nicht gebacken bekommt, die Probleme in vernünftiger Weise zu lösen. Und jedes Individuum ist Teil der Gesellschaft, also ist das hier ein Vorwurf an alle Individuen - inbesondere an mich. Wir sind alle dumme, unwissende, armselige Menschen, die Opfer der Gesellschaft sind, die unsere Vorgänger errichtet haben und an die wir uns alle in gewisser Weise angepasst haben, aus Angst gewisse Folgen erleiden zu müssen (Ausgrenzung, Einweisung in die Psychiatrie / ins Gefängnis, Verletzungen, Tod).

    Was die Gesellschaft aber gerne macht, ist sich selber zu zerfleischen, indem sie memetische Feldzüge gegen bestimmte Gruppen der Gesellschaft führt. Da es heutzutage nicht mehr besonders in ist, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen, werden die gröbsten Auseinandersetzungen über den Staat ausgetragen, was zwar zivilisierter, aber dennoch gewalttätig ist, da der Staat strukturelle Gewalt einsetzt (und im Zweifelsfall auch vor realer Gewalt nicht zurückschreckt). Leider haben viele Menschen immernoch die Illusion, dass man Probleme mit Gewalt effektiv lösen kann. Eigentlich könnte ich schreiben "schön wär's", aber es wäre auch nicht schön, nur einfach und grausam. Gewalt ist natürlich ein Mittel, um etwas zu bewirken, aber nur in sehr seltenen Fällen bewirkt sie auch das, was erwünscht ist. In allen anderen Fällen führt sie nur zu Verrohung und Barbarei. Strukturelle Gewalt ist zwar weniger barbarisch als körperliche Gewalt, aber für sie gilt dasselbe! Es wäre viel besser, wenn es keine Gesetze gäbe, sondern nur direktdemokratisch legitimierte freiwillige Richtlinien. Wer gegen die verstoßen würde, dem wird einfach so lange ins Gewissen geredet, bis eine der beiden Parteien aufgibt. Leider ist unsere Gesellschaft nicht zivilisert genug, um sich auf diese Weise zu organisieren.

    Ja, ich meine wirklich gewaltfreier Anarchismus wäre die beste "Staatsform", aber dafür muss die Gesellschaft erst einmal bereit sein. Wenn sich die Menschheit aber extrem schnell entwickelt (und das wird sie, falls nicht etwas verdammt schief läuft), wird echter Anarchismus aber in ein paar Jahrhunderten möglich sein. Bis dahin müssen wir aber noch die Staatsspielchen erdulden. Gleichzeitig müssen die Staaten aber aus ihrer beinahe schon totalitären Rolle herausgedrängt werden. Dazu sollte man am besten ungültig wählen. Aber gleichzeitig brauchen wir in der Übergangsphase eine minimalkatastrophale Politik. Aus meiner Sicht erfüllen die Parteien CDU, CSU, SPD das Kriterium der Minimalkatastrophalität nicht. Da wählt man doch zwischen Pest und Ebola. Etwas besser kommen bei mir FDP, Grüne und Linke weg. Diese Parteien entsprechen etwa Grippe, Malaria und Salmonellen. Kann man also eher überleben. Wenn ich wählen dürfte (bin ja immernoch Serbe) würde ich FGL000 wählen, d.h. ich nehme einen Würfel und würfle meine Wahl aus:

    1. 1: FDP (Ja, ich will Grippe)
    2. 2: Grüne (Ja, ich will Malaria)
    3. 3: Linke (Ja, ich will eine Salmonelleninfektion)
    4. 4: Ungültig (Nein, ich will keine Krankheit, aber weil das nicht geht, dürften die anderen für mich eine aussuchen)
    5. 5: Ungültig (Nein, ich fühle mich durch die Parteien keinesfalls repräsentiert)
    6. 6: Ungültig (Nein, ich löse meine Probleme lieber selber, als mir vor jemandem vorschreiben zu lassen, was ich zun tun und lassen habe)
    Aber viel wichtiger als zu wählen, ist natürlich, dass man der Gesellschaft ihre Fehler aufzeigen muss, damit sie mal selber etwas dagegen tut, anstatt ihre Probleme in die Politik abzuschieben. Eine humoristische Erklärung, warum die Politik nichts taugt, findet man etwa hier in diesem Video.

    Kommentar von Tzak

    Hoffe du verrätst uns auch welche Seite des Würfels am Ende gefallen ist. Vor allem wenn es ungültig wird, möchte ich wissen welches Ungültig du erwürfelt hast :D

    14.3.2008 (Freitag): Metafire bekommt nichts gebacken!

    Also es gibt da einen Menschen, der mich heute total aufregt und das ist dieser sogenannte Metafire. Ich rege mich also über mich selber auf und zwar, weil ich irgendwie nichts Sinnvolles mehr hinbekomme. Diese Woche habe ich schon damit angefangen nach 12:00 Uhr aufzustehen. Das ist total übel, weil ich dann total unfit bin. Gestern hatte ich deswegen sogar Kopfschmerzen! Eigentlich stehe ich in den Ferien normal so um 9:00 Uhr auf. Aufstehen hasse ich wie die Pest. Das ist wohl das schlimmste, was mir an einem Tag passieren kann. Außer zu spät aufstehen, das ist noch schlimmer. Oder übermüdet aufstehen, das grenzt schon an Folter. Der eigentliche Fehler, den ich begehe, besteht darin, einfach zu spät einzuschlafen, weil ich in irgendwelchen Chatrooms oder Foren rumhänge. Schlechte Angewohnheit. Die sollte ich gleich mal töten. Jaja, sagt sich zumindest so leicht.

    Für die Uni mache ich auch kaum noch was, Bücher sehe ich nur noch von außen, meine Todo Liste wird immer länger und allerlei ungeöffnete Briefe türmen sich auf meinem Schreibtisch auf. Ich stehe also kurz vor Gammelstufe Rot. Bei Gammelstufe Rot würde ich mich zusätzlich noch total gehen lassen und irgendeinem Laster frönen, etwa dem Trinken oder dem Computerspielen oder sonst einem dekadenten Kram.

    Woher kommt das? Ich weiß es nicht, aber es könnte etwas damit zu tun haben, dass ich die letzten Tage total von der Unity gefesselt war. Noch so eine faszinierende gesellschaftskritische Webcommunity wie das Plateau. Doppelt hält ja auch besser. Und mir wurde angeraten mich marxistisch weiterzubilden, etwa durch diese Textsammlung. Irgendwie ist mir das jetzt alles zu bunt, weil ich mich total überlastet fühle. Hab ja noch andere Dinge zu tun. Oder nicht. Immerhin will ich was mit meinem Leben anfangen und kein Sklave meines möglichen zukünftigen Arbeitsplatzes werden. Mich belastet es irgendwie, dass reguläre Arbeitsverhältnisse heutzutage ziemlich unflexibel sind. Am liebsten würde ich 4 Stunden pro Tag arbeiten, so dass ich mit dem Geld gerade so auskomme, aber nebenher noch etwas anderes machen kann, um meinen Horizont zu erweitern oder zu versuchen den Horizont anderer Leute zu erweitern. Ich kann jetzt nicht anders als mich entweder auf's Wesentliche zu konzentrieren und total durchzupowern mit was auch immer mir gerade wichtig ist oder mich total verzetteln und dann übelste Panik zu schieben, weil ich wieder fast nichts von dem geschafft haben werde, was ich mir vorgenommen habe.

    Irgendwie bin ich zu orientierungslos im Moment. Was soll ich tun? Wie sieht meine Zukunft aus? Was wird aus den Ideen meiner Widerstandsgenossen? Wo bekomme ich am besten Geld her? Werde ich mich von dieser Gesellschaft vergewaltigen lassen müssen, um irgendwie durchzukommen? Wieso lasse ich mich so leicht ablenken? Wiese rege ich mich überhaupt so auf? Das Leben ist doch nur ein Spiel... (vielleicht spiele ich zu ernsthaft und perfektionistisch)

    22.3.2008 (Samstag): Die Singularität naht!

    Für nur 11,95€, also 18$ (US), habe ich mir die zukunftsweisende A.I.-Futuorogiebibel "THE SINGULARITY IS NEAR" von Ray Kurzweil gekauft. Das habe ich nicht bereut. Da ich Sci-Fi Autor werden will, sollte ich natürlich wissen wie die Zukunft aussieht. Wie sie aussieht, darüber habe ich schon seit längerer Zeit ein einigermaßen gutes Bild, aber nachdem ich den Anfang dieses Buches gelesen habe, bin ich davor überzeugt, dass sie wirklich sehr schnell über uns hereinbrechen wird. Natürlich wird das für extreme Turbulenzen sorgen, da sich die Technologie sehr viel schneller entwickeln wird als das menschliche Denken.

    Unsterblich werden wir noch vor 2050 sein. Die direkte Geistesverschmelzung wird nicht lange danach möglich werden. Selbst das Entstehen eines globalen Überbewusstseins dürfte dann auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Individualität und Kollektivität werden beide zugleich eine Blüte erfahren, wie sie bisher nicht einmal annähernd möglich waren. Am Ende wird alles Geist.

    Natürlich passiert das nur, falls sich die Menschheit davor nicht irgendwie vernichtet. Aber hey, wir haben zumindest eine Chance zu überleben. Ich gehöre vielleicht zu den wenigen Menschen, die die Zukunft sinnvoll gestalten wollen und die Weitsicht dafür besitzen, anstatt zu denen die sich von der Zukunft (eher unfreiwillig) überrollen lassen. Die Technologie kommt sicher, aber das Bewusstsein der Menschheit ist leider noch auf einer Stufe, die nicht allzu erfreulich ist. Zukünftiger Wohlstand wird bessere Ausgangsbedinungen schaffen, aber die Trägheit des Geistes ist eine gewaltige Macht gegen die womöglich nicht einmal eine technologische Singularität ankommt. Die Folge: Statt den Himmel auf Erden zu erschaffen, könnten wir schneller unsere eigene Hölle gebaut haben, als wir für möglich halten!

    Wir brauchen neben einer technologischen Singularität auch eine Singularität des Denkens und der Ethik! Und letztere brauchen wir am besten JETZT! Rein theoretisch wäre das sogar möglich, aber realistisch gesehen ist die ethische Singularität extrem unwahrscheinlich. Was aber nicht heißt, dass sie unmöglich wäre. Es lohnt sich auf jeden Fall dafür einzutreten! Zerreißt das alte Bewusstsein der Menschen wie ein vergilbtes Blatt Papier und zeigt ihnen, dass die Zukunft in der Einheit der Geistheit liegt!

    23.3.2008 (Sonntag): Babelfish mess-up

    Wie gut automatische Übersetzungsprogramme schon sind, kann man am kostenlosen Babelfisch bestaunen. Als Beispiel habe ich mal meinen letzten Blogeintrag damit vom Deutschen ins Englische und dann wieder ins Deutsche übersetzt. Anschließend habe ich diese Version ins Französische übersetzen und wiederum ins Deutsche zurückübersetzen lassen. Dieses Verfahren nenne ich den "Babelfish mess-up". Eigentlich müsste bei diesem Vorgang natürlich der Ursprungstext herauskommen. Und eigentlich dürften dabei auch keine englischen oder französischen Begriffe auftauchen. Aber wie bekloppt das Ergebnis tatsächlich aussieht, kannst du hier ja selber nachlesen:

    "Für nur 11.95?, an, wenn 18$ (US) j'ai gekauft neigen-einstellena.i. von Futuorogiebibel "THE an das PARTICULARITÉ NEAR" ; OSTEN; vom Strahl, weil. Mich nicht repent das. Da ich Sci Autorenfi werden möchte, müßte ich natürlich als die künftige Sicht wissen. Wie es es sieht, auf ihm hat I für eine lange Zeit Illustrationen hat schon in gewissem Maße gut, aber, nachdem ich zu Beginn dieses Buches lese, mich überzeugt, bevor die Tatsache qu'elle wirklich sehr schnell auf uns bricht. Stellt natürlich an der Bestimmung für Turbulenzen extrem, da wirklich viele schnellste sich als der menschliche Gedanke die Technologie entwickeln.

    Wir noch 2050 Summen vor Unsterblich. Die direkte Fusionsverfahrensweise d'esprit wird für eine lange Zeit nicht möglich. Ueberbewusstsein global sogar konnte die Zeit nicht entwickeln, auch dann für eine lange Zeit zu dauern. L'individualité und Kollektivitaet kennen die zwei nicht ein Blühen, wie sie ungefähr mögliche gleich gleichzeitig gegenwärtiges jusqu'à war. Zum Schluß wird alles l'esprit.

    N'arrive natürlich, daß, wenn l'humanité sich d'une Art nicht zerstört oder d'une anderes vor ihm. Aber He müssen wir eine Wahrscheinlichkeit (ziemlich unfreiwillig) überleben, können auf gehören vielleicht wenigstens mich wenig zu d'hommes, die jene Zukunft überschreiten einrichten möchten, und die die Sicht um qu'elle besitzt gültig, zur Stelle zu der durch l'avenir gerollt wird. Die Technologie kommt verläßlich, aber das l'humanitégewissen ist leider noch auf einer Etappe, die zu angenehmes n'est nicht. Der Wohlstand künftige Ursache ist besseres Ausgangsbedinungen, aber die Kraft l'espritd'impulsion eine gewaltige Energie gegen jenen, der n'arrive vielleicht sogar nicht eine technologische Besonderheit. Die Folge: Anstatt herzustellen der Himmel auf einer Erdleitung könnten wir unsere eigene Hölle schneller gebaut haben, die wir für möglich halten!

    Wir erfordern eine Besonderheit denken auch und l'éthique außer einer technologischen Besonderheit! Und wir erfordern sehr JETZT jene latters! Es wäre nur theoretisch sogar möglich, aber angesichts der ethischen Besonderheit ist er realistisch extrem sehr unwahrscheinlich. Jener, den jedoch er nicht darstellt qu'elle, wäre unmöglich. Man muß rentabel in jedem möglichen Argument selbst erscheinen für! Das alte Gewissen menschlich des Rißses in oberem Teil als ein gelbes gefärbtes Blattpapier und ihre Uhr, die in Meßl'unité sich l'avenir befindet spiritness!"

    31.3.2008 (Montag): Willensatrophie

    Kaum durchbreche ich eine Gammelphase, schon fängt die nächste an. In den letzten Wochen habe ich sogar wieder mit dem Computerspielen angefangen! Also das ist ja mal echt fast das letzte. Furchtbar. Genau genommen war das ein Spiel mit dem tollen Namen "Overgod", so ein 2-d Raumschiff-Arcade-Shooter oder wie man das auch nennen will. Ein echt anspruchsvolles und kurzweiliges Spiel. Aber eben süchtigmachend wie so viele andere auch. In so eine Zocksuchtphase zu geraten, auch wenn sie relativ schwach ausgeprägt ist, saugt voll schnell allen verbleibenden Willen auf.

    Achja und sein Weltbild neuzuorientieren, weil man feststellt, dass vermutlich in den 30er Jahren dieses Jahrhunderts eine technologische Singularität auf uns zukommen wird, verschlingt auch ne Menge Willen. Man muss sich ja überlegen, was für Konsequenzen das hat. Zu einem hat das zur Folge, dass ich nie meine Rente bekommen werde. Nach der Singularität werden eh alle ewig jung sein und endlos weiterarbeiten können. Und auch das Wirtschaftssystem wird nach meiner Voraussicht völlig anders sein. Da kann man Kapitalismus und Kommunismus mal echt in die Tonne kicken, die Wirtschaft der Zukunft wird viel krasser. Natürlich nur wenn sich die konservativen Machthaber und Medienmoguln nicht ihre Macht ausnutzen, um die Menschen mental in der Vergangenheit verharren zu lassen, obwohl um sie herum die Zukunft am Toben ist. Tja, wenn ich mir um so etwas Gedanken machen muss, habe ich keinen Bock was anderes zu tun, weil mir Denken dafür einfach zu viel Spaß macht. Denksucht eben. Atrophiert den Willen auch ganz schön.

    Wenn man keinen Willen hat, lenkt man sich ab. Klar. Zum Fernsehen bin ich mir noch zu schade. Mann, ich habe meinen Fernseher immernoch nicht verkauft. Was für eine Verschwendung. Ich komm eben vor lauter keinen Willen zu etwas haben zu nichts. Das ist eben das übliche Phänomen. Im Laufe der vorlesungsfreien Zeit fällt meine Willenskraft monoton. Wahrscheinlich einfach weil der ganze Stress wegfällt und ich denke, ich hätte irgendwie Zeit für Muße oder sowas. Hab ich auch. Dabei kommen eben so tolle Gedanken dabei raus, dass man nichts großartiges gegen das derzeitige System zu kann. Ein bisschen Feintuning ist ja drin, dafür kann man ja Attac unterstützen oder ähnliches. Aber wirklich etwas ändern tut sich erst was, wenn die Technologien der Zukunft anrücken: Starke Künstliche Intelligenz und Molekulare Nanotechnologie. Wenn fast nur noch Roboter in der Industrie und Landwirtschaft arbeiten oder auch alle Waren molekular zusammengebastelt werden, dann spielt eigentlich nur noch Software eine Rolle und die ist ja bekanntlich frei - oh, vielleicht noch nicht, aber in der Zukunft sollte sie frei sein, weil sonst das System nicht funktionieren würde, ohne sich selbst dabei zu verkrüppeln. Sieht man ja heutzutage schon an der Musikindustrie. Alle Branchen, die nicht die richtigen Schlüsse aus fortschrittlichen Entwicklungen ziehen, werden zugrundegehen.

    Wie die Zukunft aussieht, wird davon abhängen, wie wir sie gestalten. Der Wille ist die zentrale Kraft im Universum. Der Wille gestaltet die Welt. Der Wille, nicht der Wunsch.

    Kommentar von FarbigeWelt

    Attac

    "Boahh ehh. Was für ein Scheiss. Diese Arschlöcher haben doch nichts im Sinne ausser andere Fix und fertig zu machen. Ist ja echt zum Kotzen!"

    Ein angemessener Kommentar für triebige Menschen, die im 1. und 2. Schaltkreis nach Leary hängen geblieben sind.

    Der Name selbst ist ein perfektes Synonym für die Anale Phase. Patriachalisch, animalisch, primitv!

    Wünsche Dir gute Besserung Freund Metafire!

    Herzliche Grüsse,
    FarbigeWelt

    Kommentar von Metafire

    Hmm, hast du mal wieder deine Tage? ;)

    Kommentar von FarbigeWelt

    Tut mir leid, aber ich verstehe Deinen Kommentar nicht.

    Kommentar von Metafire

    Ich meinte einen der Tage, in denen du alles schlechtmachst, was andere so schreiben oder machen oder wie sie so sind und dass alles sinnlos ist etc. Sowas bin ich zumindest von dir gewohnt. Oder hast du eine ernsthaft begründete Aversion gegenüber Attac?

    Kommentar von FarbigeWelt

    Okay, nun sehe ich was Du gemeint hast.

    Nein, im Gegenteil, mir ging es nur darum zu zeigen, welche Schaltkreise sich Attac zu ordnen lassen.

    Was ich ausserordentlich schade finde.

    Eine besondere Freude hätte es mir bereitet, hättest Du Dich mit Learys Theorien kurz beschäftigt, um den tieferen Sinn meines Kommentars verstehen zu können. Ich ging damit auf Dein Verlangen nach geistiger Nahrung ein. War das ein irrige Annahme meinerseits?

    Was Attac angeht habe ich folgende Assoziationen:
    To attack, attackieren, attaquer.
    Das ist eindeutig militant.
    Sprich 2. Schaltkreis, Typus: Ich bin okay, alle anderen sind nicht okay.

    Ich lese zur Zeit "Der neue Prometheus" von Robert Anton Wilson. Mein Kommentar war eine der Übungen zum besseren Verständnis der Literatur.

    Herzliche Grüsse, Michael

    Kommentar von Metafire

    Eigentlich kann ich auf oberflächlichste ANALysen und Schaltkreis-Schubladendenken verzichten. Aber wenn die Aufgabe so im Buch stand, hast du zumindest eine vernünftige Ausrede *g*

    Ne, das Buch ist gut, aber man sollte nicht alles glauben, Robert Anton Wilson so von sich gegeben hat.

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    © Michael Hrenka, 2008