FREIDENKER-WARNUNGWenn du dich nicht mit extrem unkonventionellen Ansichten auseinanderseten willst, dann verlasse diese Seite sofort. Andernfalls droht dir die Gefahr, dass du dich psychischem Stress aussetzt und dein Weltbild zusammenbricht. Wenn du dir die Texte auf dieser Website durchliest, nimmst du das Risiko in Kauf zum Nachdenken gebracht zu werden. Bei Menschen, die dies nicht gewohnt sind, kann dies zu schweren unwillkürlichen psychischen Abwehrreaktionen führen. Zur oberflächlichen Symptombehandlung reichen im Normalfall aber Verdrängung, Antidepressiva und Psychotherapie völlig aus. |
Neu: Meine Blog-Kolumne hat jetzt einen Untertitel: "Allerdings ist das aus einer gewissen philosophischen Perspektive auch gut so, denn sonst könnte man sie nicht so dramatisch durch eigene Worte und Taten verbessern, um so sein Ego aufzuwerten. Wobei ich dadurch natürlich nicht ausdrücken will, dass ich es begrüßen würde, dass die Welt so schlecht ist, wie sie ist." Man muss den negativen Dingen auch mal etwas Positives abgewinnen können. Was könnte heroischer sein, als die Welt zu retten? Vielleicht versuche ich das ja nur, weil mir der übliche Schmalspur-Kurzweil-Konsumhedonismus inzwischen zu langweilig geworden ist. Ich würde gerne verkünden können, dass das Zeitalter dieser Form des Hedonismus vorbei ist. Aber leider kann ich mich höchstens als Vorhut eines neuen Zeitalters sehen, das noch nicht wirklich angebrochen ist.
Tatsächlich habe ich mich noch nicht zu 100% von meinen Computerspiel-Kiddie-Wurzeln trennen können. So bin ich gestern auf die Psychiatrie für misshandelte Kuscheltiere gestoßen. Dabei handelt es sich um ein recht skurriles Spiel, bei dem man eben Plüschtiere therapieren muss. Tipp: Sobald die Schildkröte apathisch wird, muss man sie mit den Elektroschockern bearbeiten, die unter dem Bett versteckt sind. Dieses Browsergame ist die meiste Zeit total komisch und zum Schreien lustig. Warnung: Wie bei jedem derartigen Spiel handelt es sich hierbei um pure Zeitverschwendung!
Da mir momentan nichts besseres einfällt, erzähle ich jetzt einfach mal, wieso ich inzwischen so "radikal" bin. In meiner Kindheit wurde ich durch mehrere Faktoren stark beeinflusst: Zunächst durch meine negativen Erfahrungen in meiner Kindergarten- und Schulzeit. Ich wurde nirgendwo richtig akzeptiert - meine Herkunft als Ausländer hat da wohl einen Teil mitgewirkt. Zugleich fielen mir die Fehler und "Unhöflichkeiten" meiner Mitschüler besonders deutlich auf. So richtig integrieren wollte ich mich großteils auch gar nicht. Schon früh hat die Fernsehsehrie "Star Trek - The Next Generation" meine ethischen Grundsätze maßgeblich geprägt. Das hat in gewisser Weise meine Entfremdung mit meiner ach so unterentwickelten Umgebung doch deutlich gefördert.
So viel zu den tief reichenden Wurzeln meiner dunkel gefärbten Weltsicht. Der eigentliche Wendepunkt in meinem Leben war meine mystische Gipfelerfahrung, die ich mit 18 Jahren hatte. Meine Erinnerungen daran sind nicht mehr allzu sehr präzise, aber die groben Umrisse kenne ich natürlich noch.
Also, eines Abends lag ich in meinem Bett und habe mir interessante Trancemusik (von RMB) angehört. Absolut plötzlich überkommt mich da das Gefühl, dass die Probleme dieses Planeten eigentlich völlig bedeutungslos sind, da die Erde nur ein unvorstellbar winziger Punkt ist, im Vergleich zum ganzen Universum, das durch das vielfältigste Leben bevölkert wird. Mein Unterbewusstsein hat dann irgendwelche ausgefallenen Bilder von Außerirdischen, fremden Planeten und Galaxien gezeigt und hat mir suggeriert, dass alles Leben im Kosmos miteinander verbunden ist, durch ein universelles Netzwerk der Liebe. Diese Vision hat natürlich mein Herz aufgehen lassen und ich war mit meinen Glücksgefühlen im 7. Himmel.
Aber das war noch längst nicht alles. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die seltsame Fähigkeit, die Intensität meines Glücksgefühls durch Konzentration auf meine Vision selber bewusst zu steigern! Das habe ich dann auch gemacht. Dabei bin ich so weit gegangen, dass ich das Gefühl hatte, dass nur noch die Beschränkungen meines Körpers es verhindern würden, dass ich noch höhere Ebenen des Glücks erreiche. In diesem bemerkenswerten Augenblick hatte ich wirklich den Eindruck, dass ich gleich vor Glück sterben müsste, weil mein Körper eine derart intensive Emotion nicht mehr verkraften kann. Also habe ich mich für eine Weile mit dem anscheinenden de facto Maximum der diesseitgen Ekstase begnügt. Ich war absolut fasziniert von dem Gedanken, dass dieses Glücksgefühl praktisch mein ganzes weiteres Leben lang andauern könnte - davon war ich damals überzeugt.
Nach einigen Minuten habe ich mir aber die Frage gestellt, was für einen Sinn es denn hat, wenn ich einfach nur so absolut glücklich bin. Irgendwie konnte ich noch klar genug denken, um mir diese Frage mit dem ganzen Gewicht ihrer Implikationen zu stellen. Einfach nur im Zustand höchster Verzückung zu verharren, erschien mir doch recht sinnlos. Daher beschloss ich, bewusst mein Glücksgefühl auf Normalniveau zurückzuschrauben. Ich habe meine Erfahrung durch diese Gedanken selber beendet, um mir in aller Ruhe Gedanken darüber machen zu können, was ich denn nun mit meinem anstellen werde, nachdem ich gewissermaßen die Erleuchtung erlangt habe.
Diese Erfahrung war der eigentliche Startschuss für mein intensives Philosophieren über die Frage, wie ich leben sollte. Wenige Monate später hatte ich schon ein kleines Gedankengebäude errichtet, das ich "Philosophie der Vielfalt" genannt habe. Aus heutiger Sicht muss ich zugestehen, dass sie nicht besonders viel Gehalt hatte und auch einige gewaltige Fehler aufwies.
Lange Zeit hat mich die Frage beschäftigt, was hinter meiner mystischen Erfahrung gesteckt hat. Zeitweise spielte ich mit dem Gedanken, dass ich tatsächlich von einer Art höheren Macht kontaktiert wurde, wieso auch immer. Aber inzwischen bleibe ich lieber auf dem Boden der Tatsachen. Mein Geist hat irgendwie spontan eine große Schwelle überwunden und diese Erfahrung produziert. Wieso mir das passiert ist, weiß ich leider nicht, aber das ist mir auch nicht so wichtig. Hauptsache ich hatte ein derartiges Erlebnis. Dessen wesentlicher Effekt bestand darin, mich in eine Art psychisches Wunderland zu katapultieren. Die Welt war für mich von da an, ein richtig aufregender, interessanter und spannender Ort, den ich verändern wollte - einfach weil ich glaube, ich hätte es philosophisch faustdick hinter den Ohren.
Damals waren meine philosophischen Gedanken noch relativ unreif. Inzwischen habe ich allerdings einige Fortschritte gemacht. Aber ich muss trotzdem zugestehen, dass ich selber wohl recht wenig originelle neue Gedanken hatte. Aber was soll's. Ich hoffe einfach nur, dass ich einen wertvollen memetischen Beitrag im Kampf für das Leben in diesem Kosmos leisten kann.
ich kann eigentlich von Glück reden, dass mir in der Schule beigebracht wurde, einigermaßen kritisch zu denken. Sonst hätte ich wohl bis heute geglaubt, ich wäre auserwählt, der Welt meine mystische Heilsbotschaft zu verkünden. Stattdessen will ich nun einfach meine reflektierten, rationalen Überlegungen verkünden, eben weil ich nichts besseres zu tun habe - und mich daher ethisch dazu verpflichtet fühle. Aber im Grunde macht es mir wohl einfach zu viel Spaß, zu versuchen, die Welt zu retten!
Gerade habe ich den doppelplusguten Roman namens 1984 von George Orwell durchgelesen. Es lohnt sich, dieses Buch zu lesen, um zu wissen, was für eine Art von Gesellschaftsform wir auf jeden Fall verhindern müssen. Inzwischen mißtraue ich sowieso allen autoritäten Machtstrukturen, aber 1984 hat mir gezeigt, dass sie - zumindest theoretisch - wirklich absolut zerstörerische Auswirkungen haben könnten.
Eigentlich war ich noch nie völlig vom Anarchismus überzeugt, aber mir wird klar, dass in ihm eigentlich die Zukunft liegen muss, wenn unsere Zukunft wirklich lebenswert sein soll. Im Prinzip halte ich es für theoretisch möglich, dass sich der Anarchismus erfoglreich durchsetzt, allerdings noch nicht jetzt. Der Mensch von heute ist dafür noch lange nicht bereit. Aber ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, wie man den Weg dorthin ebnen könnte: Durch eine sogenannte anarchisierende Demokratie!
Mein Konzept ist in etwa Folgendes: Man hat zwar immernoch einen Staat, der zwar in irgendeiner Form demokratisch organisiert ist, der sich aber anschickt, sich selber überflüssig zu machen. Hauptaufgabe des Staates, wäre dann die Bevölkerung zur anarchistischen Selbstorganisation ermutigen und nur dort einzugreifen, wo solche Versuche aus dem Ruder laufen oder wo sie noch nicht erfolgreich genug sind. Natürlich sollte sich die Regierung zugleich zu anarchistischen, aber auch zu "demokratischen" Werten verpflichten, wo diese noch notwendig sind. Es sollte immer wieder betont werden, dass das Fernziel der wahre globale Anarchismus, und die anarchisierende Demokratie ihr Wegbereiter ist. Gegen versponnenen Machtmißbrauch muss sich immer und überall, von allen Seiten her, entschlossener Widerstand formieren.
Das bringt mich zu meinem neuen Motto: "Widerstand ist Bürgerpflicht!" Das klingt vielleicht zunächst etwas paradox, aber das ist so beabsichtigt. Wenn der Staat selber die Werte des Widerstands gegen autoritäre Strukturen und Ungerechtigkeit propoagiert, können sich diese Werte in der Mehrheit der Gesellschaft etablieren und so ihre volle Wirksamkeit entfalten. Dass der Staat dabei Widerstand gegen sich selber zulässt und sogar befürwortet, sollte nicht als Problem gesehen werden, sondern als Zeichen politischer und gesellschaftlicher Vitalität! Denn eigentlich basiert unsere ganze moderne, demokratische und humanistische Kultur auf den Prinzip des Widerstands: Widerstand gegen Unterdrückung, Sklaverei, Ausbeutung, Ungerechtigkeit, Unaufrichtigkeit, Gewalt und Ignoranz. Dass wir noch nicht in einerm selbsterschaffenen Utopia leben, liegt eigentlich fast nur daran, dass sich die Mehrheit der Menschen eben mit ihrem Schicksal abfinden und keinen Widerstand gegen die Stukturen leisten, die sie niederhalten.
Leider ist das aber verständlich. Der Schlüssel zu diesem Verständnis liegt in der Bequemlichkeit der Menschen; oder schärfer ausgedrückt: In ihrer Faulheit! Faulheit ist aus meine Sicht allerdings nichts anderes als ein Schutzmechanismus gegen unnötige Anstrengung. Dieser Mechanismus hat sich in der Evolution eben logischerweise durchgesetzt. Da er auch irgendwie Sinn macht, müssen wir uns damit arragnieren und ihm die Motivation entgegenhalten. Das ist jedoch fürwahr einfacher gesagt als getan. Mit geschickter memetischer Kriegsführung ("Propaganda") könnte man aber einiges bewirken. Das Widerstandsmotto kann man natürlich je nach Zielgruppe variieren:
Eine Anmerkung sollte ich aber noch machen: Widerstand gegen mich macht keinen Sinn - außer mich übermannt mal wieder eine Spinnerei, von der ich abgehalten werden muss. Aber da hilft eben nur Widerstand in Form von Argumenten oder alternativen Perspektiven.
P.S.: Ich habe jetzt endlich auf das Boykottkonto gegen die Studiengebühren an der Universität Tübingen eingezahlt. Es lebe der Widerstand!
Heute habe ich meine Vorstellungen, wie eine zukünftige Gesellschaftsordnung aussehen sollte, etwas überarbeitet. Dabei bin ich auf das Konzept des Unity-Anarchismus gekommen:
Der Kernpunkt ist die Existenz einer zentralen internationalen Organisation namens Unity, die eine pseudo-weltstaatliche Struktur aufweist. Unity ist eine Art Welt-Zentralverwaltung, die die Aufgabe hat, die universellen Grundrechte der Weltbevölkerung zu sichern. Zudem ist Unity die einzige Organisation, die über militärische Streitkräfte verfügen darf. Diese dienen allein dem Eingriff in Systeme, die die Grundrechte verletzen, falls andere Gegenmaßnahmen sich als unzureichend erweisen sollten.
Zum Zwecke der Finanzierung eines internationalen Grundrechtssystems, seines Militärs und eines globalen bedingungslosen Grundeinkommens, darf Unity international Steuern erheben. Außerdem kann Unity einen international gültigen, minimalistischen Gesetzesrahmen festlegen, welcher eben nur der Sicherung der Grundrechte der Weltbevölkerung dient. Jedes derartige Gesetz muss von der Weltbevölkerung durch direkte Abstimmung mehrheitlich akzeptiert werden. Weitere Rechte hat die Organisation Unity nicht.
Staaten kann es zwar noch auf dem Papier geben, aber ihr Einfluss auf die jeweiligen Einwohner ist begrenzt, da die Befolgung staatlicher Gesetze freiwillig ist. Jeder mündige Einwohner hat die Freiheit, dem lokalen Gesetztesrahmen entweder zuzustimmen oder ihn abzulehnen. Natürlich kann die Zustimmung zu den lokalen Gesetzen durch zustäzliche Rechte motiviert werden. Allein die Unity-Gesetzgebung ist für alle und überall bindend.
Statt auf staatliche Regulation zu bauen, organisiert sich die Gesellschaft selbst und löst ihre Probleme spontan und zielgerichtet - etwa durch friedfertige direkte Aktion. Dazu ist die spontane Einrichtung basisdemokratischer Räte wohl zweckmäßig. Anstatt die Verwantwortung irgendwelchen Berufspolitikern abzugeben, ist der anarchistische Weltbewohner dazu aufgerufen, selbst politische Initiative zu ergreifen, um gesellschaftliche Mißstände direkt zu beheben. Dazu darf er sich natürlich beliebig organisieren - ja, er kann sich sogar selbst zum Berufspolitiker ernennen - falls er denn jemanden findet, der ihn dafür bezahlt.
Das ist in etwa das grobe Konzept. In einer derartigen Welt würde natürlich Weltfrieden herrschen und kaum ein Pseudostaat würde es wagen, irgendwelche seiner Einwohner zu unterdrücken. Um die Aufgaben zu ersetzen, die den heutigen Staaten zukommen, müssten sich sehr gut organisierte unabhängige Organisationen formieren und geegnete Wege finden, um Geldmitel zu akquirieren - möglicherweise in Kooperation mit pseudostaatlichen Organisationen.
Theoretisch halte ich es für möglich, dass sich die Welt bis zum Ende dieses Jahrhunderts auf diese Weise neu organisiert. Im Vergleich zu den Negativwundern des Nationalsozialismus und des Stalinismus des letzten Jahrhunderts, wäre der Unity-Anarchismus endlich mal ein positives Wunder. Allerdings halte ich ein solches System mit den heutigen Menschen nicht für machbar - das wäre wohl doch zu optimistisch. Der Mensch muss sich deutlich weiterentwickeln, wenn der Unity-Anarchismus funktionieren soll. Genau das könnte aber etwa eine anarchisierende Demokratie erreichen. Aber selbst, um diese zu etablieren, sind noch große Veränderungen im Bewusstsein der Menschen erfoderlich - allem voran die Aufgabe autoritärer Denkmuster und eine wirkliche Verinnerlichung humanistischer Grundwerte.
Die Grundvorstellung einer zentralen Weltorganisation namens Unity habe ich übrigens schon länger. Neu sind hier aber die anarchistischen Elemente. Es ist natürlich naheliegend, Unity mit den Vereinten Nationen zu identifizieren, aber es gibt definitive Unterschiede: Die UNO ist eine zwischenstaatliche Organisation, keine rein supranational plebiszitäre. Im Gegensatz zu den heutigen Menschenrechten, wären die universellen Grundrechte supranationales positives Recht, das überall einklagbar ist. Natürlich sollten die universellen Grundrechte auch nichtmenschliche Tiere und künstliche empfindungsfähige Subjekte miteinbeziehen (keine halben Sachen - in der Zukunft sollte man alles gründlich machen).
Gestern habe ich ein Browsergame namens Ars Regendi gefunden. Dort kann man seinen eigenen Staat gründen und muss politische Entscheidungen treffen, die die Situation des Staates beeinflussen. Das ganze ist eine Art Staatssimulation und mit ziemlich geringem Aufwand spielbar. Man sollte nur jeden Tag 2-3 Entscheidungen fällen und das war's. Sobald der eigene Einfluss als Staatsoberhaupt groß genug ist, kann man Reformen durchführen wie z.B.: Laizismus, negative Einkommenssteuer, Grundeinkommen, Transhumanismus, Planwirtschaft, Totalitarismus, Anarchokapitalismus oder Anarchosyndikalismus. Dieses Spiel hat mich irgendwie wieder dazu motiviert, mich mit "Staatstheorie" zu beschäftigen. Deswegen habe ich mich heute wohl auch über mein Konzept des Unity-Anarchismus ausgelassen.
Neben der Faulheit, des größten radikalen Problems der Welt, gibt es ein anderes Problem, das mich momentan tierisch nervt: Die Blödheit.
Der heutige Tag fing schon einmal gar nicht gut an. Ich war so unmotiviert, dass ich anderthalb Stunden lang gar nicht aus dem Bett gekommen bin. Irgendwie hat sich im Laufe der Zeit in mir eine absolute Abneigung gegen den Unsinn an der Universität entwickelt, die sich nun in Form eines emotionalen Universitätsboykotts entlädt. Im Endeffekt habe ich damit meine vorlesungsfreie Zeit um zwei Tage vorgezogen.
Alle guten Vorlesungen sind jetzt vorbei - übrig bleiben nur solche, bei denen ich fast nichts verstehe. Als Mathematikstudent gewöhnt man es sich ja eigentlich an, sich damit abzufinden, dass man in vielen Vorlesungen nichts versteht, aber es ist trotzdem immer wieder zum Heulen. Es ist ja nicht so, dass ich dumm wäre, aber viele Professoren sind einfach zu blöd, um verständlich zu unterrichten.
Natürlich sind alle Menschen irgendwie blöd. Wenn man nur hinreichend intelligent ist, merkt man, dass man von einem Ozean der Blödheit umgeben ist. Wenn man dazu auch noch selbstkritisch genug ist, merkt man sogar, dass man selber nicht frei von dieser universellen Blödheit ist - was einen dann noch mehr frustiert. Aber was ist die Blödheit? Zu sagen, dass die Blödheit alle Menschen umgibt und verbindet, reicht ja noch nicht. Blödheit ist für mich nicht Mangel an Intelligenz. Blödheit ist der Mangel am Einsatz und der Andwendung der Intelligenz! Daher vereinigen sind etwa Faulheit und Intelligenz zur Blödheit. Aber Faulheit ist nicht notwendig für Blödheit - Inkompetenz reicht zum Beispiel auch, um Blödheit hervorzurufen. Hingegen ist Intelligenz notwendig für Blödheit. Steine sind nicht blöd, sie sind einfach nur dumm.
Wieso sind jetzt einige Professoren blöd? Ganz einfach: Ihr gewaltiges Wissen ermöglicht es ihnen, die Unterrsichtsinhalte so "intuitiv" zu vermitteln, dass niemand irgendetwas versteht. Das ist offensichtlich ein Zeichen von Blödheit: Es macht überhaupt keinen Sinn, jemandem etwas zu erklären, so dass er es überhaupt nicht kapiert; dann könnte man es nämlich gleich sein lassen und hätte wertvolle Zeit gespart. Vielleicht mag da ja beim ein oder anderen Dozenten daran liegen, dass er zum Unterrichten verpflichtet wird, aber das glaube ich nicht bei allen. Einige sind einfach zu übermotiviert, aber leider viel zu blöd, um verständlich zu unterrichten. Um es mal auf den Punkt zu bringen: Es ist nicht alles "klar" oder "trivial" oder "leicht"! Für den Dozenten schon, aber für alle anderen eben nicht!
Ich nehme an, dieses Problem ist vor allem in der Mathematik und in der Physik sehr deutlich ausgeprägt. Vor allem aber in der Mathematik! Die Schuld daran schiebe ich einer Kultur der Antididaktik in die Schuhe. Antididakik ist für mich die Kunst, einen Wissensinhalt so darzustellen, dass das Unverständnis und die Verwirrung maximiert wird. Es ist nicht nur sinnlos, etwas auf antididaktische Weise vermittelt zu bekommen, es ist sogar in gewisser Weise schädlich! Denn einerseits bekommt man nutzlose Informationen in den Kopf geschossen, die den Geist unnötig zumüllen und überladen, was dann zu geistiger Verwirrung und Abstumpfung führt. Andererseits verliert man auf diese Weise langsam - oder auch ganz schnell - die Lust daran, sich das weiter antun zu müssen.
Um zu sehen, wie Antididaktik aussieht, muss man nur eine typische Mathematikvorlesung besuchen. Inbsesondere in Deutschland scheint die Kunst der Antididaktik perfektioniert worden zu sein. Aber wie kommte sich eine derartige Unsitte überhaupt etablieren? Meine eigene Vermutung ist, dass insbesondere drei Hauptgründe dahinterstecken:
1. Erzwungene Kürze von Publikationen: Vor ein paar Jahrzehnten (viele Professoren, die heute noch lehren, kommen aus diesem Zeitalter) gab es noch keine PCs und modernen Textverarbeitungsprogramme. Stattdessen musste man alles mühsam mit der Schreibmaschine tippen oder diese Aufgabe an seine Sekretärin dirigieren. Nun hat die Schreibmaschine aber das Problem, dass man schlecht Ergänzungen in den Text einfügen kann, der schon geschrieben wurde. Dazu müsste man die ganze Seite ja noch einmal tippen, was einen unerträglich hohen Zusatzaufwand darstellt. Also lässt man einfach von vornherein alles weg, was man nicht braucht - dann reduziert sich der Arbeitsaufwand ja sowieso. Das ist auch gar nich so dumm, denn Papier scheint irgendwie teuer zu sein, wewegen die Länge von Publikationen irgendwie begrenzt zu sein scheint. Daher muss man sich anscheinend sehr kurz fassen, wenn man irgendetwas veröffentlichen will. Und die Mathematik ist ja sehr geeignet, Informationen zu komprimieren. Aber nicht nur das, sie ist darüber hinaus auch geeignet, Informationen zu eliminieren - vor allem solche, die für das Verständnis hilfreich wären. Deswegen sind mathematische Publikationen auch so schwer zu lesen. Sie beschränken sich nur auf einige wenige zentrale Punkte und lassen das Drumherum weg. Dadurch ist die notwendige Kürze garantiert. Um solche Veröffentlichungen zu verstehen, braucht man nicht nur Expertenwissen, sondern auch Expertenintuition. Und weil es für einen Experten schwierig ist, sich mental in einen Anfänger hineinzuversetzen, begegnet einem diese hochkomprimierte Kürze der mathematischen Notation nicht nur in der mathematischen Spezialliteratur, sondern auch in "Lehrbüchern" und in Vorlesungen. Wenn es als wissenschaftler gewohnt ist, sich kurz zu fassen, stellt man sich ja nicht extra wegen ein paar dahergelaufenen Studenten um - nein, wie käme man dazu? Als didaktisch untrainierter Spezialist ist man dafür einfach zu blöd.
2. Expertenintuition: Übung macht ja bekanntlich den Meister. Im Wesentlichen trainiert das Mathematikstudium die mathematische Intuition. Intuition ist eine Fähigkeit, die einem zur richtigen Lösung führt, ohne erklären zu können, wieso diese Lösung genau richtig ist. Und genau darin liegt die Crux: Wenn ein Dozent die hohe Kunst der Intuition benutzt, dann ist das für die Lernenden didaktisch absolut tödlich, weil sie eben noch keine Intuition haben! Stattdessen fühlt man sich als Student einfach nur dumm, wenn der Professor meint, etwas sei "klar" - und es einem selber nicht klar ist, was aber den Normalfall darstellt. Kurz und prägnant kann man sagen: Intuition ist antididaktisch! Eigentlich sollte man meinen, in der Mathematik sei man von der reinen "Intuition" abgekommen, aber das ist eben falsch. Vielleicht haben viele Spezialisten noch die Fähigkeit, das was ihnen klar ist, auch genau zu begründen, aber sie setzen diese Fähigkeit nicht ein und verhalten sich somit also einfach nur blöd.
3. Angeberei: Als Experte in seinem Spezialgebiet fühlt man sich natürlich toll und will der ganzen Welt sein Können demonstrieren. Leider sind arme Studenten das falsche Publikum für derartige egomanische Talentdemonstrationen, aber das scheint irgendwie nicht allen Hochschuldozenten wirklich einzuleuchten. Viel mehr will ich dazu nicht schreiben, weil es einfach nur traurig ist, dass manche Leute immernoch meinen, durch derartige Aktionen an Ansehen gewinnen zu können - ein klares Zeichen von Blödheit.
Glücklicherweise scheinen ein paar Professoren diese Probleme zumindest teilweise erkannt zu haben. Diese erkennt man daran, dass sich darum bemühen, den Stoff wirklich didaktisch zu vermitteln. Allerdings ist diese Kunst sehr viel schwerer, als den Lehrstoff einfach nur korrekt zu präsentieren, was für die meisten Professoren ja kein Problem darstellt. Daher haben diese Ausnahmetalente wirklich meinen vollen Respekt verdient. Allen voran fällt mir da Professor Nagel auf, der wirklich nur die Basics macht, aber so, dass man sie auch gut verstehen kann. Einige Besserwisser kritisieren natürlich, dass er zu wenig Stoff behandelt. Ja, das stimmt in gewisser Weise, weil die Vorlesung derweilen in eine Märchenstunde ausartet. Trotzdem ist man mit einer solchen Vorlesung immernoch doppelt so gut bedient, wie mit den meisten anderen. Ich merke das wirklich: Viele Studenten, die bei ihm angefangen haben, haben zum Teil ein viel besseres Verständnis für die Mathematik als ich. Leider wurde ich in den ersten beiden Semestern von "Experten" gequält, was sich bis heute negativ auf mein mathematisches Verständis auswirkt!
Seit dieser Woche habe ich vorlesungsfreie Zeit, d.h. effektiv Ferien, weil ich in dieser Zeit nichts machen muss. Eigentlich will ich Mathe lernen und ein bisschen Sci-Fi Kram schreiben, den es dann hier auf der Homepage zu lesen gibt, wenn er mal fertig wird.
Aber nein, ich muss ja sinnlos auf der Homepage der Menschen für Tierrechte herumsurfen und diese Stellungnahme finden, die für mich als zoophilen Tierrechtler inakzeptabel ist. Ok, da ich mich hier nun als Zoophiler oute, muss ich wohl auch erklären, was das bedeutet.
Also: Es gibt ja verschiedene sexuelle Ausrichtungen: Hetero-, Homo-, Bi- und Asexualität. So weit so gut. Diese Kategorisierung bezieht sich aber in der Regel auf geschelchtsreife Menschen. Es gibt zwar auch ne Sexualpräferenz, die auf nicht geschlechtsreife Menschen abzieht, nämlich die Pädophilie, aber mit der hab ich rein gar nix am Hut (allerdings bin ich einmal aus Neugier über das interessante deutschsprachige Internetportal zur Pädophilie-Prävention gestolpert).
Neben den Menschen gibt es auch noch nichtmenschliche Tiere. Wenn man eine sexuelle und emotionale Neigung zu solchen hat, dann ist man zoophil. Zoophile grenzen sich gerne von den sogenannten "Beasties" ab, die nicht auf den Emotionskram abfahren und nur auf den Tiersex aus sind. Beide Gruppen distanziern sich wiederum von den Zoosadisten, die einfach nur Tiere quälen, weil ihnen irgendwie danach ist.
Wenn man weitersucht, stößt man vielleicht auch noch auf derartig exotische sexuelle Neigungen wie Objektophilie oder die Dendrophilie. Dann gibt es außerdem noch so Modifikatoren, wie die Nekrophilie, die jemand hat, falls er auf Lebewesen steht, die ihr Leben bereits ausgehaucht haben, usw.
Das Spektrum der menschlichen Sexualität ist also recht weit und manche Sexualpraktiken sind nicht nur illegal, sondern auch aus ethischen Gründen abzulehnen - z.B. Geschlechtsverkehr mit noch nicht geschlechtsreifen Tieren bzw. Menschen. In Deutschland ist der Geschlechtsverkehr mit Tieren nicht illegal, sofern keine Gewalt angewendet wird. In vielen anderen Ländern dagegen ist das anders, aber diese Länder leiden dann meist auch sonst unter einer irrational prüden Sexualmoral, wie sie von monotheistischen Religionen gepredigt wird.
Es gibt Schlaumeier, die meinen, man sollte Geschlechtsverkehr mit Tieren generell verbieten, weil das "bäh" ist, oder so... viel besser sind die Begründungen meist nicht, wenn man sie genau unter die Lupe nimmt und nicht im Realitätstunnel dieser Menschen feststeckt.
Da sind die Zoophilen total dagegen, weil sie eingesehen haben, dass nichtmenschliche Tiere auch sexuelle Bedürfnisse haben, die eben irgendwie auch auf den Menschen gerichtet sein können. Wenn alle Beteiligten damit einverstanden sind und ihren Spaß daran haben, ist ja auch nichts gegen Sex einzuwenden (es sei denn man holt fadenscheinige Argumente raus oder ist ein religöser Fanatiker).
Weil die meisten Zoophilen Angst vor Repressalien haben, trauen sie sich nicht an die Öffentlichkeit, weswegen der Rest der Bevölkerung auch die Gelegenheit bekommt, böse Gerüchte über diese Minderheit zu erfinden und zu verbreiten (macht ja zugegebenermaßen auch irgendwie Spaß, oder?). Aber ich habe keine Lust mehr auf dieses Versteckspielchen, weil es mich tendenziell davon abhält, meine Meinung möglichst frei zu äußern. Ja, ich schätze Wahrhaftigkeit als sehr viel wichtiger und wertvoller ein als einfache Bequemlichkeit.
Du kannst mich jetzt für nen perversen Spinner halten (mach das, wenn du dich dann besser fühlst), aber das ist mir Schnuppe. Ich bin eigentlich harmlos, weil ich niemandem etwas antue (außer manche Zeitgenossen aus ihrer, vielleicht durch Boulervardmedien induzierten, Lethargie zu reißen). Abgesehen davon habe ich momentan sowieso kein eigenes Tier und auch keine sexuellen Kontakte zu anderen Tieren.
Übungsaufgabe: Es gibt Menschen, die Sex mit nichtmenschlichen Tieren haben, wobei beide Sexualpartner das auch noch gut finden. Akzeptier das und komm darüber hinweg.
Infos gibt es etwa bei der deutschsprachigen Zoophilie-FAQ, in der deutschen oder englischen Wikipedia oder allgemein im deutschen Zooring.
Ich bin gegen Tabus, weil Tabus die fiese Tendenz haben, Menschen zu verblöden. Und von Verblödung zu Doppeldenk (oder doublethink) ist es kein weiter Schritt.
Außerdem befürworte ich alle Formen sexuellen Verhaltens, die im Sinne nichtmenschlicher Tiere sind (Achtung: Nicht einfach "herumexperimentieren"!), weil sie aus pathozentrisch-utilitaristischer Sicht begrüßenswert sind und den Speziesismus unserer Gesellschaft unterminieren.
Leider heißt das nicht, dass alle Zoophilen keine Speziesisten wären. Auch unter Zoophilen ist Doppeldenk weit verbreitet (etwa: "Ich liebe Tiere und ich esse Fleisch"). Leider sind Tabubrüche kein Wundermittel gegen selektive Ignoranz.
Fehlgeleitete Menschen gibt's leider überall. Für mich ist es eine transheilige Mission, diese Menschen aufzuklären; aber das dürften sowieso alle wissen, die diese Homepage kennen.
Übrigens: Ich bin nicht Misanthrop weil ich zoophil bin. Viel eher trifft es zu, dass ich zoophil bin, weil ich Misanthrop bin - und das ist besser so.
Heute wurde ich auf eine Website über den klassischen Liberalismus aufmerksam gemacht. Die hat mich zum Nachdenken grabracht (weswegen ich mal wieder nichts produktives gemacht habe). Insbesondere der Text über die Entwicklungshilfe hat mich daran zweifeln lassen, ob ein internationales bedingungsloses Grundeinkommen so eine gute Idee ist.
Stattdessen habe ich mir folgendes Konzept überlegt: In der finalen Form ist Unity eine globale Organisation, der pro Forma die gesamte Natur gehört - wenn man da relativ großzügig ist, also das ganze Sonnensystem. Statt sich durch Steuern zu finanzieren, verleiht Unity Nutzungsrechte an natürlichen Resourcen wie Mineral-, Erdöl-, und Erdgasvorkommen, Wäldern, Flüssen und Meeren sowie der Atmosphäre. Wer der Umwelt in industriellem Maßstab Rohstoffe entnimmt oder die Natur verschmutzt, muss von Unity zu diesem Zweck Nutzungsrechte abkaufen. Die örtliche Bevölkerung hat allerdings ein Vetorecht bei diesem Vorgang. Die Preise dieser Nutzungsrechte sollten so eingestellt werden, dass Unity damit gerade so seine Aufgaben finanzieren kann.
Zu diesen Aufgaben gehören: Die Sicherung der Grundrechte, der Schutz von Naturschutzreservaten und die Verwaltung der Struktur der lokalen Ordnungsbereiche. Ein lokaler Ordnungsbereich ist ein Territorium mit eigener Gesetzgebung, also so etwas wie ein Staat. Der Witz am Unity-Anarchismus ist nun der, dass jede lokale absolute Mehrheit einen solchen Ordnungsbereich beantragen kann. Z.B. könnte eine kleine Stadt ihr Gebiet zu einem unabhängigen Ordnungsbereich erklären, falls die Mehrheit der Stadtbewohner dem zustimmt. Allerdings müsste die Stadt dann auch lokale Sicherheitdienstleister bezahlen, die die Einhaltung der lokalen Gesetze erzwingen können. Natürlich dürfen lokale Gesetze nicht im Widerspruch zur Unity Verfassungsordnung und den grundlegenden internationalen Straf- und Vertragsregelungen stehen (Durchreisebeschränkungen sollten so zum Beispiel unzulässig sein). Im Grunde kann also jeder, der eine lokale Bevölkerungsmehrheit für sich gewinnen kann, seinen eigenen Ordnungsbereich registrieren lassen. Im Zweifelsfall entscheiden Unity Schiedrichter über den Umfang dieser Territorien. Jeder Ordnungsbereich kann dann beispielsweise für sich selber die Höhe und Finanzierung eines bedingungslosen Grundeinkommens oder anderer Sozialleistungen bestimmen.
Im Prinzip könnte sich sowas wie ein neues Staatensystem etablieren mit dem Unterschied zu heute, dass diese "Staaten" keine absolute Verfügungsgewalt über ihr Territorium haben, da sich praktisch jedes Teilterritorium abspalten kann. Außerdem fallen Kosten für Militärausgaben weg, da sich Ordnungsbereiche nicht bekriegen dürfen und Unity für die Sicherheit im großen Maßstab verantwortlich ist. Lokal kann sich praktisch jede "Staatsform" etablieren, die die Grundrechte der Bevölkerung respektiert - von der Monarchie bis zu einer Art Anarchokapitalismus oder Anarchosyndikalismus ist alles möglich.
Inzwischen ist meine Homepage im Plateau Trivial untergekommen. Es ist vielleicht etwas ungewöhnlich eine Homepage in einer Wiki unterzubringen, aber diese Idee passt wohl zu meinem zerstreuten Geist. Ansonsten war ich relativ faul. Viel Zeit habe ich damit vertrödelt, mir zu überlegen, welches politische System jetzt wirklich gut funktionieren würde und welches zum Scheitern verurteilt ist. Beim Unity-Anarchismus muss ich noch eine Korrektur einfügen: Abspaltungen von Ordnungsbereichen müssen von einem Unity-Schiedsgericht legalisiert werden, damit sich zum Beispiel keine reicheren Regionen auf Kosten von ärmeren lossagen. Ansonsten denke ich immernoch, dass das System funktionieren könnte. Es bietet zumindest genug Freiraum und Sicherheit, um mit ungewöhnlichen Konzepten zu experimentieren. Dennoch glaube ich, dass die meisten Menschen mit einer Demokratie, welchen ihren Einwohnern ein bedigungsloses Grundeinkommen garantiert, am besten fahren würden.
Vor wenigen Tagen habe ich ein Buch durchgelesen, das anscheinend nur online gelesen werden kann: Geschichte der Sexualität von Karl Pawek. Zwar ist es sicher aufschlussreich und kurzweilig, aber irgendwie glaube ich auch nicht alles, was der Autor dort meint.
Da sich das Plateau Trivial in eine richtige Multimedia-Matrix verwandelt, habe ich meine Homepage dort eingebettet. Vielleicht lockt das den ein oder anderen hierher. Zu wünschen wäre es ja. Neue Leute würden neues Leben in die Bude bringen und neue Horizonte eröffnen.
Jetzt muss ich auch eingestehen, dass ich meinen Neujahres-Vorsatz gebrochen habe, keinen Alkohol mehr zu trinken. Eine Flasche Baileys mit Mint Chocolate Geschmack muss noch weg. Die lasse ich doch nicht schlecht werden. Das wäre doch nur Verschwendung. Dafür bin ich zumindest all meinen anderen Vorsätzen treu geblieben, was mich doch etwas freut. Wieso habe ich überhaupt mit dem Alkohol aufgehört? Naja, ich strebe seit längerer Zeit danach, alles was sinnlos ist, aus meinem Leben zu verbannen, damit ich effizienter werde. Dieser Ansatz trägt aber nur begrenzt Früchte. Eigentlich fehlt mir meist nur die richtige Motivation. Im Prinzip kann ich mich inzwischen meistens selber motivieren - aber dazu fehlt mir leider oft die Motivation... Aber eigentlich trinke ich meinen Alkohol mehr, weil mich der Genuss desselben schlechter denken lässt. Und ich bin süchtig danach, zu denken. Wenn ich nicht mehr denken kann, werde ich total nervös und unglücklich... Deswegen!
"Im Prinzip kann ich mich inzwischen meistens selber motivieren - aber dazu fehlt mir leider oft die Motivation..."
den hätt ich gern aufn t-shirt gedruckt
Diesen Montag wurde ich von Versatel angerufen. Mal wieder ein Versuch Neukunden zu gewinnen. Nachdem ich meine Standarderklärung abgegeben habe, dass ich bei der Telekom noch vertraglich gebunden sei (dank der üblichen Vertragsverlängerungsmethoden), kam die Antwort es gäbe ein Sonderkündigungsrecht für den Fall, dass der Vertrag telefonisch zustandegekommen sei. Da ich darüber schon Gerüchte gehört habe, bin ich darauf eingegangen und habe mir die Preise und so weiter angesehen. Theoretisch könnte ich durch einen Wechsel von der Telekom zu Versatel 30€ im Monat sparen - indem ich meine Brandkreite auch erheblich reduziere, aber ich brauche die 16kBit, die mir von der Telekom quasi untergejubelt wurden eh nicht.
Heute wurde ich dann nochmal angerufen und ich habe erwähnt, dass ich am 19,90€ Tarif Interesse hätte. Nach der Abfrage meines Geburtsdatums und meiner Bankverbindung von Seiten Versatels kam die Info, dass ich noch mal von der "Qualitätssicherung" angerufen werde. Dabei handelt es sich aber um das übliche Verfahren, bei dem quasi ein Vertrag über das Telefon abgewickelt wird. Zwar kam mir das etwas spanisch vor, da mich Versatel ja angeblich aus einem derartigen Vertrag rausboxen könnte, aber ich dachte mir: Was soll's. Wenn die das schaffen, dann komme ich von denen auch diese solche Weise wieder weg - 24 Monate Vertragslaufzeit hin oder her. Ich habe das Spielchen zwar mitgespielt, aber natürlich zweifle ich stark daran, dass aus dem Wechsel etwas wird.
Und selbst wenn, inzwischen habe ich mich schlau gemacht und viele ziemlich negative Aussagen über Versatel im Netz gefunden. Am liebsten würde ich dann gleich zu Kabel BW wechseln. Dieser Anbieter kommt zumindest bei den allermeisten Reviews ziemlich gut weg.
Gestern und heute habe ich mir die Texte auf dieser Seite zum klassischen Liberalismus über die "grünen Irrtümer" zu Gemüte geführt. Was ich dort gelesen habe, hat mein grünes Weltbild erschüttert. Der Mensch soll keinen nennenswerten Einfluss auf den Treibhauseffekt haben. Beim CO2 wird das mit folgender Aussage begründet : "Bereits jetzt wird im Absorptionsspektrum von Kohlendioxid nahezu die gesamte Strahlung absorbiert. Wenn das vorhandene Kohlendioxid schon deutlich mehr als 90% der von der Erde kommenden Infrarotstrahlung absorbiert, dann kann eine Erhöhung des Kohlendioxidmenge nur noch eine äußerst geringe Steigerung der Absorptionsleistung bewirken." Allerdings wird das Treibhausgas Methan dagegen seltsamerweise nicht wirklich erwähnt. Selbst wenn der Ausstoß von CO2 kein Problem sein sollte, könnte das beim Methan aber sehr wohl der Fall sein.
Auch andere Behauptungen wie etwa, dass das Waldsterben nur von den Grünen "erfunden" wurde, sind sehr interessant. Leider werden kaum Quellen zitiert, wodurch die ganze Seite nicht ganz seriös erscheint. Aber an der generellen Aussage, dass viele "Ökoprobleme" nichts weiter als Hysterie sind, dürfte schon etwas dran sein. Auf jeden Fall würde ich gerne wissen, ob es Gegendarstellungen zu dieser "Mehr Freiheit" Seite gibt. Diese wären aus meiner Sicht auch nötig, da mir vieles als liberale Propaganda erscheint.
Dennoch würde ich momentan am ehesten die FDP wählen. Also los, ihr Befürworter der Grünen und Linken: Überzeugt mich davon, dass ihr doch im Recht seid!